Überblick über das Gehölz

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Baumkontrolleurin Marlene Iwanowski vom Sachverständigenbüro Fischer, Dr. Scherer und Partner (Göttingen/Gütersloh) befasst sich derzeit mit der Ersterfassung der Bäume auf Gemeindegebiet.

Schalksmühle - Im Rahmen ihrer Verkehrssicherheitspflicht gemäß gesetzlicher und versicherungstechnischer Vorgaben erstellt die Gemeinde derzeit auf Gemeindegebiet ein Baumkataster, sprich ein Verzeichnis über den Baumbestand auf öffentlichen Flächen.

Mit der Erstellung des Katasters wurde das Sachverständigenbüro Fischer, Dr. Scherer und Partner mit Sitz in Göttingen und Gütersloh beauftragt. Seit Anfang des Jahres befasst sich Baumkontrolleurin Marlene Iwanowski mit der Ersterfassung der Bäume.

„Bislang gab es noch kein Baumkataster. Für die Verkehrssicherheitspflicht ist es jedoch zwingend erforderlich“, erklärt Ralf Bechtel, Fachbereichsleiter Technisches Bauamt, die Dringlichkeit der Maßnahme. „Die Gemeinde ist gehalten, sich einen Überblick zu verschaffen.“ 

3500 Bäume werden erfasst

Schätzungsweise 3500 Bäume, wie Peer Heinzer als Leiter des Bauhofes ergänzte, werden momentan durch die studierte Forstwissenschaftlerin mit FLL-Zertifikat per GPS ersterfasst. Der Schätzung liegen Vergleiche mit anderen Kommunen zugrunde. 

Für die Ersterfassung der Bäume auf öffentlichen Verkehrsflächen inklusive Software zur effizienten Verwaltung stellte die Gemeinde 27 000 Euro bereit. Bäume an Schulen, Kindertageseinrichtungen, Spielplätzen, Straßen, Gehwegen und Plätzen sowie am Friedhof Wippekühl werden im Zuge der Maßnahme erfasst und auf ihren Zustand überprüft.

Gaben Auskunft über das Baumkataster: (von links) Peer Heinzer (Leiter des Bauhofs), Baumkontrolleurin Marlene Iwanowski und Ralf Bechtel (Fachbereichsleiter Technisches Bauamt).

Auch die erste Regelkontrolle in eineinhalb Jahren fällt in Marlene Iwanowskis Zuständigkeitsbereich. Vorgeschrieben ist, die einmal erfassten Bäume innerhalb von 18 Monaten nachzukontrollieren. „Wichtig ist, die Bäume in belaubtem und unbelaubtem Zustand zu kontrollieren“, erklärte die Kontrolleurin aus Göttingen. Manche Baumkrankheiten seien leichter im Winter, andere besser im Sommer zu erkennen. „Der Wechsel ist wichtig.“ 

Sichtkontrolle an allen Bäumen 

Nach der FLL-Baumkontrollrichtlinie zur Überprüfung der Verkehrssicherheit von Bäumen führt Marlene Iwanowski Sichtkontrollen an allen Bäumen auf Gemeindegebiet durch. Sowohl der Gesamtzustand des Baumes als auch der Zustand von Krone, Stamm und Wurzeln interessiert. Auf Totholz, Pilze und Schädlinge richtet sie ihr Augenmerk. 

Alle Schäden, die auffallen, werden akribisch erfasst und in einer Art Steckbrief für den Baum zusammengefasst. Wo eventuell Handlungsbedarf besteht oder gar Gefahr in Verzug ist, lässt sich anhand des Briefs problemlos erkennen.

Unterstützung durch GPS-Gerät 

Gravierende Schäden konnte Marlene Iwanowski bislang allerdings nicht feststellen. In rund drei Meter Höhe erhalten kontrollierte Bäume eine weiße Plakette. „Der erste und letzte Baum einer neu erfassten Straße wird markiert.“ Wo Grundstücksgrenzen zwischen privaten und öffentlichen Flächen verlaufen, kann die Kontrolleurin dank der hinterlegten Karte auf ihrem GPS-Gerät genau erkennen. Auch bei Grenzbäumen, bei denen die Gemeinde Miteigentümerin ist, führt die Kommune die Kontrollen durch. 

Gut zu wissen: Waldgrundstücke sind nicht in die Maßnahme eingeschlossen. „In den Wald geht jeder noch auf eigene Gefahr“, stellte Peer Heinzer auf Nachfrage klar. „Im Wald ist der Revierförster zuständig.“ Auch vor Wetterextremen gibt es trotz aller Bemühungen keinen wirksamen Schutz.

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