Feuer-Drama in Mehrfamilienhaus

Mordversuch an Vermieter? Erschreckende Vorwürfe gegen 28-Jährigen

Mordversuch an Vermieter? Erschreckende Vorwürfe gegen 28-Jährigen
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Mordversuch an Vermieter? Erschreckende Vorwürfe gegen 28-Jährigen

Das Feuer-Drama in einem Mehrfamilienhaus erschütterte den Märkischen Kreis. Nun gibt es im Prozess erschreckende Vorwürfe gegen den Verdächtigen.

Es ist ein erschreckender Vorwurf: „Aus Rache" soll ein 28-jähriger Schalksmühler in der Nacht zum 9. Dezember 2019 das Haus angezündet haben, in dem sein Vermieter wohnte. Seit gestern muss sich der Angeklagte vor der Schwurgerichtskammer des Landgerichts Hagen wegen versuchten Mordes, besonders schwerer Brandstiftung und gefährlicher Körperverletzung verantworten. Laut Anklage soll er „aus niedrigen Beweggründen" beabsichtigt haben, seinen Vermieter durch das Feuer zu töten, weil dieser ihm die eigene Wohnung gekündigt hatte.

Den Tod weiterer Bewohner des aus zwei Doppelhaushälften bestehenden Anwesens soll der 28-Jährige dabei billigend in Kauf genommen haben. 

Die Wohnung seines Vermieters, dem der Rachefeldzug gegolten haben soll, brannte nach der Brandlegung im Keller vollständig aus. Er konnte von der Feuerwehr mithilfe einer Drehleiter aus den oberen Geschossen des Hauses gerettet werden, erlitt aber eine schwere Rauchgasvergiftung. Ein Mittäter des Angeklagten soll sich wenige Tage nach dem Feuer das Leben genommen haben.

Feuer-Drama in Mehrfamilienhaus: Weitere Brandstiftung im offiziell nicht bewohnten Haus

Staatsanwalt Michael Burggräf warf dem Angeklagten darüber hinaus eine weitere Brandstiftung in einem offiziell nicht bewohnten Haus in Schalksmühle vor, in dem sich gleichwohl jemand eingerichtet hatte. Gemeinsam mit zwei Mittätern soll der Angeklagte in dem Haus einen benzingetränkten Schwamm entzündet haben, wodurch das Dachgeschoss ausbrannte.

Zum Auftakt des Prozesses äußerte sich der Angeklagte nicht zu den Vorwürfen. Sein Anwalt Andreas Trode schloss jedoch nicht aus, dass sein Mandant am zweiten Verhandlungstag (3. Juli) eine Erklärung zu den Vorwürfen abgeben werde. Die Beantwortung der Frage, ob der 28-Jährige zum Zeitpunkt der Tat zurechnungsfähig war, ist Aufgabe des psychiatrischen Sachverständigen Dr. Nikolaus Grünherz. Die Schwurgerichtskammer hat weitere 16 Verhandlungstage anberaumt, in deren Verlauf die Geschehnisse umfassend aufgeklärt werden sollen.

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