Nachbarkommunen sind  Volme-Region einige Schritte voraus

Leader-Verein soll kommen

So mitreißend wie derzeit die Volme ist das Leader-Projekt in der Gemeinde noch nicht.

Schalksmühle - Leader soll kommen – auch an der Volme. Da sind sich alle Beteiligten einig. Doch noch ist noch nicht all zu viel passiert. Andere Kommunen sind da deutlich weiter. An der Lenneschiene und in Schmallenberg ist in den vergangenen Wochen bereits richtig viel in Bewegung gesetzt worden.

„Zur Zeit warten wir noch auf den Förderbescheid. Bevor der offizielle Förderbescheid uns nicht vorliegt, ist es nicht möglich, den Verein zu gründen, die Stelle des Regionalmanagers zu besetzen oder sonstige Aktionen im Rahmen der Realisierung der regionalen Entwicklungsstrategie zu starten. All dieses wäre förderschädlich“, betonte gestern Ralf Bechtel vom Fachbereich Planen und Bauen der Gemeinde Schalksmühle.

Die Ausstellung der Förderbescheide für die Leader-Regionen durch das Land lasse weiterhin auf sich warten, da die Förderrichtlinien noch nicht fertiggestellt sind. „Zuerst hofften wir im Sommer 2015 auf den Bescheid; dann bestanden Hoffnungen, den Bescheid zumindest noch in 2015 zu erhalten. Mittlerweile hoffen wir auf Anfang 2016“, sagte Bechtel.

Risiken bedenken

Auf die Frage, wieso die anderen Leader-Städte dennoch so aktiv sein könnten, antwortet der Experte: „Es gibt die Möglichkeit, einen vorzeitigen Maßnahmenbeginn zu beantragen. Es mag sein, dass die Lenneschiene dieses gemacht hat und nun diesen vorzeitigen Maßnahmenbeginn genehmigt bekommen hat.“ Die Beantragung des vorzeitigen Maßnahmenbeginns habe man an der Volme einstimmig abgelehnt, da, so Bechtel, „hiermit erhebliche Risiken und Handlungseinschränkungen verbunden sind“.

Dem können die Verantwortlichen an der Lenneschiene nicht zu stimmen. Dort hat die Arbeit bereits begonnen. Ein Verein wurde gegründet, die Stelle des Regionalmanagers ausgeschrieben und ein Büro eingerichtet. In der kommenden Woche findet erneut eine Mitgliederversammlung statt, in der über die Einstellung der Mitarbeiter, die in der engeren Wahl sind, abgestimmt wird. „Mit unserer eigentlichen Arbeit haben wir auch noch nicht angefangen. Das sind alles vorbereitende Maßnahmen. Das dauert alles, daher war es uns wichtig, damit so schnell wie möglich zu starten“, sagte Matthias Schröder, Hauptverantwortlicher für das Leader-Projekt im Lennetal. Die Mitglieder der Kommunen Nachrodt-Wiblingwerde, Altena, Werdohl, Plettenberg und Finnentrop hätten bewusst Gas gegeben: „Das Risiko ist nicht da. Wir brauchten ja schon einen Verein, denn der bildet die Grundlage für alles. Eine Satzung und die Eintragung geht nicht von heute auf morgen. Das hat fast ein halbes Jahr ab der Gründungsversammlung gedauert“, erklärte Schröder. Man habe all das gemacht, was seitens der EU bereits klar geregelt ist und könne nun im neuen Jahr mit den eigentlichen Aufgaben beginnen. „Da gibt es natürlich ein kleines Risiko. Denn es stimmt, alles ist noch nicht abgeschlossen. Aber die Gelder sind im Haushalt eingeplant“, so Schröder.

Warten auf das „Go“

Bechtel betonte, dass auch die Volme-Kommunen nicht tatenlos bleiben werden: „Sie können sicher sein, sobald es das „Go“ gibt, geht es auch Oben an der Volme mit Volldampf an die Arbeit.“ Bechtel geht davon aus, dass der Verein Mitte 2016 die Arbeit aufnimmt – und damit voraussichtlich sechs Monate später als die Nachbarn aus dem Lennetal. Kierspes Bürgermeister Frank Emde betonte, dass man für die Volme keinen Regionalmanager einstellen wolle, sondern vermutlich eher auf einen Dienstleister zurückgreifen werde und den könne man erst beauftragen, wenn die Fördergelder bewilligt seien. Allerdings muss auch der über den Verein beauftragt werden. „Wir konnten die Vereinsgründung nicht eher vollziehen, da wir zum einen Gründungsmitglieder akquirieren mussten und zum anderen die über die Regionale gewonnenen Verbindungen mit integrieren wollten.“

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare