In Schalksmühle gibt es 90 Rettungspunkte

Rettungspunkte: 90 Stellen in Schalksmühle sind markiert

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90 Rettungspunkte sind an besonders abgelegen Stellen im gesamten Gemeindegebiet installiert.

Schalksmühle - Seit einigen Jahren gibt es sie – verteilt im gesamten Gemeindegebiet – die sogenannten Rettungspunkte. Diese sind an besonders abgelegenen Stellen angebracht und sollen im Notfall für schnelle Hilfe sorgen.

Im Interview mit Redakteur Martin Meyer erklärt Dirk Kersenbrock, Leiter der Freiwilligen Feuerwehr in Schalksmühle und Gemeindebrandinspektor, das komplexe System hinter den simplen, weißen Schildern mit den roten Zahlen. 

Herr Kersenbrock, wie viele Rettungspunkte gibt es insgesamt im Gebiet der Gemeinde Schalksmühle? 

Im gesamten Gemeindegebiet sind insgesamt 90 solcher Punkte installiert worden. 

Wann wurden die Rettungspunkte angelegt? 

Sie wurden als Eigeninitiative der Freiwilligen Feuerwehr Schalksmühle zwischen 2012 und 2013 angelegt. Dabei wurde das ursprüngliche System des Landesbetriebs Wald und Holz aufgegriffen, die bestehenden Punkte übernommen und um weitere ausgebaut. Die Punkte wurden unter rettungstechnischer Sicht beleuchtet und Informationen, wie wo welche Einheiten alarmiert werden müssen oder wo welches Rettungsmaterial eingesetzt werden kann, bei der Leitstelle des Märkischen Kreises hinterlegt. 

Welche Kräfte gehören zur Rettungskette?

Je nach Einsatz und Ortslage werden Einheiten der Freiwilligen Feuerwehr, der Rettungsdienst, die Polizei und sogar Förster und Jäger als Ortskundige alarmiert. Das ist verschieden. 

Nach welchen Kriterien wurden die Standorte der Schilder ausgesucht? 

Wir haben Punkte an sämtlichen Ruhebänken, die sich in der Trägerschaft der Gemeinde Schalksmühle oder des Sauerländischen Gebirgsvereins (SGV) befinden und damit größtenteils an ausgewiesenen Wanderwegen liegen, ausgesucht. Zudem haben wir Rettungspunkte an Kreuzungen von Wanderwegen angebracht. 

Worauf sollten Menschen, die in abgelegenen Bereichen unterwegs sind, achten? 

Sie sollten sich nach den genannten Merkmalen richten und sich beim Vorbeilaufen die dreistelligen Nummern merken. Sollten sie das nicht tun, dann ist das im Ernstfall nicht dramatisch. Als ergänzende Maßnahme kann die Kreisleitstelle mittlerweile auch eine Handyortung vornehmen. 

Gibt es Stellen in der Gemeinde, die für die Retter und an das Material eine besondere Herausforderung stellen?

Ja, es gibt besonders markante Punkte in den Höhenzügen, etwa am Arenritt. Dort haben wir damals Rettungspunkte etabliert, da wir teilweise lange Anmarschwege und keine Möglichkeit haben, mit dem Rettungshubschrauber zu landen. 

Wie wichtig sind die insgesamt 90 Rettungspunkte – gerade in ländlich geprägten Kommunen wie Schalksmühle? 

Rettungspunkte haben – auch wenn sie zum Glück nur selten benutzt werden müssen – eine besondere Bedeutung für die Sicherheit der Schalksmühler Bürger und die Besucher, die in abgelegenen, ländlichen Stellen unterwegs sind.

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