Flaute in Sachen Windkraft

+
Der Energieversorger EnBW hat bereits seit vergangenem Jahr Interesse daran, zwischen Wippekühl und Halverscheid Windkraftanlagen zu bauen. Bislang steckt das Projekt aber weiterhin in den Kinderschuhen.

Schalksmühle - In der Volmegemeinde könnten, wenn es nach dem Energieversorger EnBW geht, ein oder mehrere Windräder entstehen.

Konkretes kann der Energieversorger auf Anfrage unserer Zeitung in Sachen Planung aber derzeit noch nicht nennen. Bekanntlich äußerte das Unternehmen mit Sitz in Karlsruhe Mitte Juli 2017 Interesse daran, am Worthberg Windkraftanlagen zu errichten, nachdem der Gemeinderat beschlossen hatte, die Vorrangzone im Bereich der Autobahn 45 aufzuheben.

Für das Areal an der Gemeindegrenze, zwischen Wippekühl und Halverscheid, sehe man „großes Potenzial“, hieß es damals von dem Baden-Württemberger Versorger. Zur Art der Anlagen könne man aber keine Angaben machen, so die Verantwortlichen weiter. Bis heute ist man mit dem Projekt nicht wesentlich weiter gekommen. „Wir stehen gerade erst am Anfang. So eine Maßnahme kann sich über bis zu drei Jahre hinziehen“, erklärt Stefanie Klumpp, Pressesprecherin Regionale Kommunikation bei EnBW. Bisher seien noch keine Anträge beim Märkischen Kreis gestellt worden. Der Grund dafür sei einfach: Das Unternehmen stecke weiterhin in den Vertragsverhandlungen mit dem Eigentümer der entsprechenden Fläche.

Wirtschaftlichkeit wird geprüft

Die Gespräche über eine mögliche Verpachtung seien derzeit noch nicht abgeschlossen, erklärt die Sprecherin. Erst wenn dieser Schritt gemacht sei, könnten weitere folgen. Wenn der Vertrag unterschrieben ist, dann können die Karlsruher etwa den Baugrund untersuchen, die Wirtschaftlichkeit prüfen oder den Netzzugang planen.

Bereits schon am Anfang gab es die Überlegungen, ob dort überhaupt solche Anlagen gebaut werden können. Das schlecht zugängliche Areal stelle eine ziemliche Herausforderung dar, hieß damals vonseiten EnBW. Ob es sich lohnt, das gilt es, wenn es an der Zeit ist, festzustellen.

Feststehe allerdings schon, so Stefanie Klumpp, dass das Unternehmen, wenn es zum Bau der Anlagen kommt, nur modernste Technik verbauen wird. Vorstellbar wären dann Masten mit bis zu 200 Metern Höhe und Rotoren mit einem Durchmesser von bis zu 140 Metern.

Keine Mitsprache der Gemeinde

Kommt es zum Bau der Räder, dann hat die Gemeinde Schalksmühle kein Mitspracherecht. Mit dem Beschluss, die Vorrangzone aufzuheben, hat sie dieses verloren. Bei einem Genehmigungsverfahren wäre man nur noch zu einer Stellungnahme berechtigt, denn Windkraftprojekte gelten als privilegiert und müssen von der zuständigen Behörde der Kreisverwaltung im Einzelfall geprüft werden.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren: Auf come-on.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare