Führung in der Geschäftsführung

Eine neue Chefin für die Glör - das sind ihre Ziele

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Wechsel an der Spitze der Freizeitgesellschaft Glörtalsperre (FSG): Doreen Gössinger übernimmt die Geschäftsführung von Hans-Ulrich Wehmann, der sich in den Ruhestand verabschiedet.

Schalksmühle – Ginge es ausschließlich nach der Wasserqualität, stünde einer ungetrübten Badesaison an der Glörtalsperre nichts im Wege. Doch in Zeiten von Baumaßnahmen und Corona-Pandemie ist nichts normal am Badegewässer mit seinen drei angrenzenden Kommunen Schalksmühle, Halver und Breckerfeld.

Gute Nachrichten gibt es dennoch mehrere: Bei den jüngsten Tests erreichte die Glörtalsperre einmal mehr die Höchstnote im fünfstufigen Bewertungssystem der Wasserqualität. Eine „ausgezeichnete Wasserqualität“ bescheinigten die Tester des Landesamtes für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW der Glör nach Analyse der jüngsten Proben. An zwei Stellen wurde getestet, und zwar an der nördlichen und mittleren Badezone der Talsperre. Die Abstufung in der Qualität erfolgt über „ausgezeichnete Wasserqualität“, „gute Wasserqualität“, „ausreichende Wasserqualität“ und „mangelhafte Wasserqualität“ bis hin zur schlechtesten Note, dem Badeverbot. 

Das Gros der 83 Badegewässer in Nordrhein-Westfalen erreicht die Höchstnote. Während der Saison, das gilt auch für die Glörtalsperre, werden durch die Gesundheitsämter mindestens alle vier Wochen weitere Proben entnommen. Geprüft wird das Auftreten der Darmbakterien „Intestinale Enterokokken“ und „Escherichia coli“, die – als natürliche Darmbewohner von Mensch und Tier – durch Ausscheidungen in die Gewässer gelangen und bei erhöhten Konzentrationen zu Krankheiten wie Übelkeit und Durchfall führen können. Liegt eine erhöhte Konzentration vor, wird ein zeitweiliges Badeverbot erlassen. 

Baden in Corona-Zeiten 

Nach jetzigem Kenntnisstand und nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) besteht kein Anlass zur Sorge, dass Covid-19 über den Wasserweg übertragen wird. Auch das Umweltbundesamt erwartet keine relevanten Konzentrationen in Gewässern, die zu einer Infektion führen können. Grundsätzlich spräche die Corona-Pandemie also nicht gegen einen Badebetrieb an der Glör – vorausgesetzt, dass die bestehenden Abstandsregelungen und weitere Richtlinien beachtet werden. Dennoch ist das Baden im Moment nicht erlaubt. Baumaßnahmen „Wann der Badebetrieb wieder aufgenommen werden kann, hängt von der Lage rund um Covid-19 und dem Fortschritt der Bauarbeiten ab“, heißt es vonseiten der Freizeitgesellschaft Glörtalsperre GmbH (FSG). 

Zur Zeit laufen die Bauarbeiten zur Erweiterung der Badestelle noch. Um Verletzungen an spitzen Steinen künftig zu verhindern, erfolgt eine Kiesaufschüttung. Sandinseln, ein Kinderspielplatz und eine Outdoor-Fitness-Station in unmittelbarer Nähe des Badekiosks sollen die Aufenthaltsqualität nachhaltig steigern. Außerdem ist ein Fahrradparkplatz mit Ladestationen für E-Bikes und – mittelfristig – ein Ausbau der Zufahrt zur K10 geplant. Im Moment aber gilt noch: Baden ist verboten, auch Hundehalter dürfen den gesamten Uferbereich nicht betreten. 

Wechsel in der Geschäftsführung 

Verantwortlich für die weitere Entwicklung der Glörtalsperre ist ab dem 1. Juni Doreen Gössinger. Die 47-Jährige, die seit 2012 beim Regionalverband Ruhr arbeitet und von 2014 bis 2018 Geschäftsführerin der Revierpark Gysenberg Herne GmbH war, folgt dem langjährigen Geschäftsführer Hans-Ulrich Wehmann nach, der zusammen mit dem zweiten Geschäftsführer Wolfgang Flender mehr als 20 Jahre lang an der Spitze der FSG stand und sich nun in den Ruhestand verabschiedet. Ihre Prioritäten mit Blick auf das neue Arbeitsgebiet hat Doreen Gössinger bereits benannt. 

Die beschriebenen Umbaumaßnahmen sollen zügig abgeschlossen werden, um die Badesaison relativ zeitnah starten zu können. Großen Wert legt Gössinger auch auf die Wiederverpachtung des zur Zeit noch geschlossenen Hauses Glörtal. Gespräche mit Pachtinteressenten laufen zur Zeit, Einzelheiten wollte ein Sprecher des Ruhrverbandes am Mittwoch aber nicht nennen.

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