Blüten müssen beseitigt werden

Kampf gegen Riesenbärenklau - Bürger wollen die Pflanze aufhalten

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Schalksmühle – Unermüdlich bekämpft Manfred Trimpop, UWG-Lokalpolitiker und Vorsitzende der Siedlergemeinschaft Waldesruh-Stallhaus, den Kaukasischen Riesenbärenklau entlang der Volme. Immer wieder macht er sich mit Sense, Schäleisen und der entsprechenden Schutzkleidung auf, um die Ausbreitung des in Deutschland invasiven Neophyten aufzuhalten.

Trimpop spricht sich auch im Gemeinderat und an anderer Stelle für den Einsatz gegen die Pflanze und für eine groß angelegte Aktion mit vielen Vereine, Landwirten sowie der Freiwilligen Feuerwehr und dem Bauhof der Gemeinde aus. Außerdem plädiert er dafür, dabei mit den anderen Kommunen im Volmetal zu kooperieren. Der Gemeinde alleine sind die Hände gebunden, da sie nur auf eigenen Grundstücken tätig werden kann. An Bundes- und Landesstraßen ist es die Aufgabe von Straßen.NRW. Oft wird Manfred Trimpop deshalb selbst aktiv. So auch in den vergangenen Tagen. 

Entfernung nur mit Schutz 

„Jetzt kommen die Blüten raus. Jetzt müssen wir sie entfernen, sonst werden wir ihrer nicht mehr Herr“, erklärt Manfred Trimpop, der gemeinsam mit Detlef Schwab, Mitglied der Siedlergemeinschaft, dem Riesenbärenklau in der Nähe des Parksplatzes der Firma Albrecht Jung zu Leibe rückte. Dabei entfernten sie Pflanzen mit einer Höhe von bis zu vier oder fünf Metern und einem Stammdurchmesser von zehn Zentimetern. Die beste Zeit zum Ernten sei von Anfang bis Ende Juni, wenn sich noch nicht alle Blüten geöffnet und die Samen weiterverteilt haben. Von den Pflanzen gehe eine große Gefahr aus, erklärt Manfred Trimpop. 

Diese Herkulesstaude nimmt stattliche Ausmaße an.

Der Riesenbärenklau bildet sogenannte fotosensibilisierende Substanzen, die in Kombination mit Sonnenlicht oder auch stärkerem Lampenlicht fototoxisch wirken. Bei Menschen und anderen Säugetieren kann es zu schmerzhaften Quaddeln und Blasen kommen und sogar Verbrennungen dritten Grades auslösen. 

Bekämpfung nur mit entsprechendem Schutz

Deshalb bekämpft Manfred Trimpop die Gewächse nur mit entsprechendem Schutz und genügend Abstand. Es sei zudem wichtig, als Laie bei einem Fund einer solchen Pflanze nicht einfach selbst aktiv zu werden, sondern Fachleute zu informieren. Während man die Blätter als Schneckenfutter ohne Probleme an Ort und Stelle liegen lassen könne, müssten die Blüten unbedingt – am besten in blauen Müllsäcken – beseitigt werden. Anschließend sollten sie in die graue Mülltonne geworfen werden, damit sie in der Müllverbrennungsanlage vernichtet werden.

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