Konzept bis Weihnachten

Klimaschutz als Top-Thema: Politik muss über Konzept entscheiden

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Zweifelsfrei ein Top-Thema in der Gemeinde: Der Klimaschutz bewegt viele Schalksmühler.

Schalksmühle – Im Zuge der Erstellung eines Klimaschutzkonzeptes hatte die Gemeinde von Mitte bis Ende Juni auf ihrer Internetseite eine Umfrage zum Klimaschutz geschaltet.

Sie wollte damit den Bürgern die Möglichkeit bieten, sich von daheim aus an den zukünftigen Klimaschutz-Aktivitäten in Schalksmühle zu beteiligen. Insgesamt haben sich laut der Aufwertung des eingebundenen Projektbüros Gertec 67 Bürger an der Umfrage beteiligt. Die Umfrage wurde in allen Städten und Gemeinden, die kein Klima-Café ausrichten konnten, durchgeführt. Im Vergleich zu anderen Kommunen, die auch aktiv waren und die teilweise nur rund 20 Teilnehmer haben, sei diese Zahl sehr zufriedenstellend, so der Leiter des Fachbereichs Technisches Bauamt. 

Bereits im Vorfeld wurden auf einer digitalen Ideenkarte Vorschläge für Aktionen zum Schutz des Klimas gesammelt. Zusammen mit den Eingaben aus dem sogenannten Lenkungskreis, der sich aus Mitgliedern der Verwaltung, des ÖPNV und Energieversorgern zusammensetzt, sollen diese Vorschläge in das Gesamtkonzept einfließen. Um die möglichen Maßnahmen priorisieren zu können, sollten nun die Bürger bei der Umfrage ihre drei Lieblingsideen aus dem Maßnahmenkatalog benennen. Diese Rangliste soll in das Konzept aufgenommen werden. 

Der Katalog stellt eine „bunte Mischung“ aus allen bisherigen Akteursbeteiligungen dar.Die drei am meisten genannten Ideen waren.

Platz 1: Mischwälder auf kommunalen Flächen (mehr als die Hälfte der Teilnehmer entschied sich für diesen Punkt). 

Platz 2: sichere Straßen und Radwege. 

Platz 3: Photovoltaik und Gründächer auf kommunalen Gebäuden. 

Grundstein für weitere Schritte

Am Dienstagabend wurde die Umfrage abgeschaltet, um die Auswertung vorzunehmen und damit den Grundstein für weitere Schritte legen zu können. Für jede Maßnahme, die im Katalog aufgeführt ist, soll ein Steckbrief erstellt werden, damit das zuständige Projektbüro unter anderem jeweils einen Zeitplan für eine Umsetzung aufstellen kann. 

Begleitet werden sollen diese dann von einem Klimaschutzbeauftragten, den jede Kommune engagieren muss und der sich zu jeden Einzelaspekt Fachleute mit ins Boot holen soll. „Ich gebe den Rat an den Bürgermeister und an die Politik weiter, einen solchen Beauftragten einzustellen, weil es ohne nicht geht“, betont Ralf Bechtel. Dies geschehe im Rahmen eines normalen Bewerbungsverfahrens. „Eine Person für diesen Posten muss man erst einmal finden. Da sind viele Kommunen derzeit im Spiel.“ Die Stelle könne gefördert werden, wenn das Klimaschutzkonzept steht. 

Bechtel: „Alle Maßnahmen [...] sind machbar“

Möglich sei auch, dass sich zwei kleinere Kommunen wie Schalksmühle einen Beauftragten teilen. „Alle Maßnahmen, die im Katalog aufgeführt sind, sind machbar“, so Ralf Bechtel. Am Ende müsse der Gemeinderat über das Konzept abstimmen. 

Im Dezember werde es eine Sitzung des Arbeitskreises Klimaschutz und Energie geben. Anschließend werde dem Rat noch vor Weihnachten ein beschlussfähiges Konzept vorgelegt. Bechtel: „Die Politiker können den Schalksmühlern mit einer positiven Entscheidung ein Weihnachtsgeschenk machen.“ Denn erst mit diesem Beschluss könne im Jahr 2021 ein Beauftragter gesucht werden.

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