Jugendamtsumlage bereitet Gemeindekämmerer Sorgen

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Die Gemeinde Schalksmühle muss für den Haushalt 2020 deutlich höhere Abgaben für die differenzierte Kreisumlage einplanen.

Schalksmühle - Mit dem Ziel, den Kita-Ausbau im Kreis zu unterstützen und gegen die Kostenflut ankämpfen zu können, setzen die Verantwortlichen für 2020 auf eine erhebliche Erhöhung der Kreisumlage – insbesondere für Kommunen ohne eigenes Jugendamt. Diese gute Absicht sorgt allerdings für einige Sorgenfalten auf der Stirn von Gemeindekämmerer Reinhard Voss

Für die Gemeinde ergebe sich aus der Aufstockung der Abgaben an den Kreis, „dass sich die Rahmenbedingungen gegenüber der letztjährigen Planung drastisch verschlechtert haben“, sagt der Fachbereichsleiter für Finanzen Reinhard Voss, besonders mit Blick auf die differenzierte Kreisumlage. Der Kämmerer muss in den Gemeindehaushalt für das kommende Jahr für die allgemeine Kreisumlage 10 220 000 Euro (alte Planung: 10 227 000 Euro) und für die differenzierte Kreisumlage 4 960 000 Euro (4 318 000 Euro) einplanen. Damit müssen im kommenden Jahr 642 000 Euro mehr für die sogenannte Jugendamtsumlage überwiesen werden. Bei seinen Vorausberechnungen für 2019 kam Kämerer Reinhard Voss noch auf einen Betrag von 4 497 000 Euro. 

Zwar wird die Gemeinde im Vergleich zu anderen Kommunen im Kreis noch etwas glimpflicher davon kommen – Halver wird im kommenden Jahr 733 000 Euro abgeben müssen –, dennoch werden im neuen Haushalt Aufwendungen für andere Bereiche neu betrachtet und eventuell neu berechnet werden müssen. Welche Folgen die Erhöhung konkret haben wird, kann der Kämmerer zu diesem Zeitpunkt noch nicht sagen. „Dazu wird sich der Bürgermeister im Rahmen der Haushaltseinbringung am 28. Oktober äußern.“ 

Der Hauptgrund für die Sorgen des Kämmerers: Der eingetrübte Blick auf die negative wirtschaftliche Entwicklung vor Ort und in Europa. Hierbei werden sicher auch Standortverlagerungen, wie sie etwa bei Berker/Hager im Gespräch sind, eine Rolle. Den steigenden Ausgaben wird dadurch im kommenden Jahr ein geringerer Ertrag aus der Gewerbesteuer gegenüberstehen.

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