Falschparken

Falschparker sind ein Ärgernis - "Online-Pranger" als Lösung?

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Blockierte Radwege durch Falschparker? Mit Smartphone-Apps können diese gemeldet werden.

Schalksmühle - Falschparker sind oft ein Ärgernis im Straßenverkehr – vor allem, wenn sie Geh- oder Radwege blockieren. Mancher Bürger handelt und zeigt den Sünder bei der zuständigen Behörde an. Einige neuartige Anwendungen für das Smartphone sollen diesen Schritt erleichtern. Doch das digitale Anprangern wird bei der Gemeindeverwaltung kritisch gesehen.

In Sachen der sogenannten Flächengerechtigkeit, also der Frage, wer wie viel von der vorhandenen Verkehrsfläche nutzen darf, kommt es immer wieder zu Konflikten. Fahrradfahrer beschweren sich über Autofahrer, die auf dem Radweg parken, Fußgänger über rücksichtslose Radler. Initiativen auf allen Seiten versuchen, sich für ihr Anliegen Gehör zu verschaffen. 

Im Zeitalter digitaler Medien findet man auch zu diesen alltäglichen Streitigkeiten Anwendungen für das Smartphone, die den Beteiligten helfen sollen. So wurde etwa 2013 die App „Wegeheld“ entwickelt. Mit deren Hilfe ist es laut des Entwicklerteams um den Berliner Fahrrad-Aktivisten Heinrich Strößenreuther möglich, Behinderungen im Straßenverkehr – dazu zählen vor allem Falschparker – auf einer Online-Karte zu vermerken. Dazu können auch Fotos hochgeladen werden. 

Verstöße direkt melden

Zudem gibt es die Option, die Verstöße direkt an die jeweilige Kommune zu übermitteln. Ziel sei es, so ist es auf der Internetseite der Initiatoren zu lesen, dass „jeder ohne Behinderungen und Gefährdungen seine Flächen nutzen kann“- Behörden würden in dieser Sache regelmäßig versagen. 

Auch in Schalksmühle gäbe es durchaus Menschen, die Verkehrsvergehen der Gemeindeverwaltung nennen, sagt Silvia Gonzalez, Fachbereichsleiterin Bürgerdienste und Soziales. 

In den meisten Fällen schicken diese aufmerksamen Bürger eine E-Mail mit Fotos. „Wenn die Bilder eindeutig sind und zum Beispiel das Kennzeichen klar zu erkennen sowie der Name des Beschwerdeführers genannt ist, dann gehen wir der Sache auch nach“, erklärt die Verantwortliche für Ordnungsangelegenheiten das aus ihrer Sicht relativ sichere Prozedere in solchen Fällen. Die persönlichen Daten werden vertraulich behandelt. Wenn es aber zu einer Gerichtsverhandlung kommen sollte, dann würde die entsprechende Person als Zeuge geladen. 

Anonyme Hinweise in der Kritik

Anonyme Hinweise zu Parksündern betrachtet Silvia Gonzalez kritisch. Sie äußert zudem Bedenken in Sachen Datenschutz, wenn Verstöße online angezeigt werden. „Ich habe ein Problem damit, wenn Vergehen im Straßenverkehr öffentlich angeprangert werden.“ Gonzalez rät dazu, den direkten Weg zur Verwaltung zu suchen.

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