Ausstellung: Interpretation mit eigenen Erfahrungen

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Die Werke der Künstlerin sollen die Betrachter zu eigenen Interpretationen einladen. ▪

SCHALKSMÜHLE ▪ Mehr als zufrieden zeigte sich Sabine Kramer am Samstag nach der Eröffnung ihrer Ausstellung im Loft Nr.9. Zahlreiche Besucher waren gekommen, um die rund 25 Bilder zu entdecken, die die Künstlerin mit nach Schalksmühle gebracht hatte. „Ich finde es besonders schön, wenn die Leute darüber auch ins Gespräch kommen“, so Sabine Kramer.

Die Besucher hatte Kerstin Busch-Engelbrecht, eine Freundin der ausstellenden Künstlerin und studierte Kunstgeschichtlerin, zuvor begrüßt und ihnen Sabine Kramer vorgestellt. Um die Interaktion der Gäste mit den Bildern nicht zu stören, wollte sie aber nicht auf die Inhalte der Werke eingehen. „Der Betrachter wird aufgefordert, seine eigenen Erfahrungen in die Auseinandersetzung einfließen zu lassen.“ Vielfältige und individuelle Sichtweisen seien nötig, um eigene Interpretationen zu schaffen.

Kramer werde durch ihre unmittelbare Umgebung, aber auch durch ihre Freude an der Natur inspiriert, verriet Busch-Engelbrecht. Ein „sehr persönlicher, ausdrucksstarker Bilderzyklus“ sei dadurch entstanden, den zu genießen sie die Gäste einlud. Die Werke zu finden war indes manchmal gar nicht so einfach. Marion Vedder, Inhaberin des Lofts Nr. 9, und Sabine Kramer haben die Bilder zwischen den Dekorations-Artikeln des Wohnladens platziert.

Sabine Kramer, die vor rund 18 Jahren begann, sich intensiver mit der Malerei ausein-anderzusetzen, hat vor 13 Jahren die Galerie „Hin‘z ur Kunst“ eröffnet. Dort leitet die gelernte Erzieherin auch Malgruppen für Kinder- und Jugendliche. Sie selbst hat sich vier Jahre lang am Institut für Bildende Kunst und Kunsttherapie weiterbilden lassen.

„Die Malerei bietet mir unendliche Möglichkeiten mich auszudrücken oder etwas zum Ausdruck zu bringen“, sagt Sabine Kramer über ihre Werke. Die Bilder, die nun noch bis nach Ostern im Loft Nr.9 zu sehen sind, sind unter anderem mit Marmormehl, Tusche, Holzbeize, Acrylfarbe und Leinöl entstanden. Neben besonders großformatigen Werken hat Kramer auch ganz kleine Bilder mit nach Schalksmühle gebracht. „Meine Bilder entstehen zum einen durch die Eigenart des Materials und und zum anderen in der darauffolgenden künstlerischen Reaktion“, sagt die Künstlerin.

Zur Stimmung trug am Samstag auch Torsten Matzke bei, der auf einer Hang spielte und die Vernissage so musikalisch begleitete. Das Instrument, das erst im Jahr 2000 in Bern erfunden wurde, hat ähnlich wie bei Steel-Drums, Vertiefungen im Korpus aus Stahlblech. „Hang“ ist Berndeutsch für Hand, und so werden die Tonfelder auf der Oberfläche dann mit Händen und Fingern bespielt und es entsteht ein besonderes Klangerlebnis. ▪ svh

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