Rund 100 Waidmänner nehmen an Jagd teil

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Am Haus im Dahl legten die Jäger die Strecke. Vier Rehe, zwei Hasen und eine Taube erlegten die rund 100 Jäger bei der Hubertusjagd.

SCHALKSMÜHLE -  Die Korona (Jagdgesellschaft) konnte sich bei der diesjährigen Hubertusjagd des Hegerings Schalksmühle-Hülscheid sehen lassen. Rund 100 Jäger aus sieben Revieren nahmen an der Jagd teil. Dennoch zeigte sich Hegeringsleiter Bernd Schmitt beim Strecke legen am Haus im Dahl mit der Ausbeute nicht wirklich zufrieden.

Lediglich vier Stücke Rehwild, zwei Hasen und eine Taube kamen der Jagdgesellschaft vor die Flinte, Wildschweine wurden diesmal gar nicht erlegt. Schmitt machte dafür vor allem den Wetterumschwung und die ungünstige Witterung verantwortlich, die das Wild dazu veranlasst habe, in seinen Verstecken zu bleiben.

Bei seiner Ansprache im Rahmen des Strecke legens ging Bernd Schmitt auf das Prinzip der Nachhaltigkeit im Bezug auf die Jagd ein. „Unsere heimischen Wildarten stets nur in dem Maße zu bejagen, dass der dauerhafte Bestand der Populationen gesichert wird, ist seit Jahrhunderten oberstes Gebot der gesamten Jägerschaft“, betonte Schmitt.

Dazu gehöre zum einen, dass die Jagd auf eine Wildart etwa nach Seuchenzügen wie der Schweinepest weitestgehend bis zur Erholung der Bestände ausgesetzt wird, aber auch, das Wild bei extrem starken Wintern zu hegen und das Überleben der Population zu sichern.

„Andererseits gibt es aber genauso den Fall, dass sich eine Population aus unterschiedlichen Gründen so rasant entwickelt, dass mit dem Ausbruch von Seuchen zu rechnen ist“, stellte der Hegeringsleiter klar. „Hier ist dann im Rahmen einer nachhaltigen Wildbewirtschaftung eine verstärkte Bejagung und eine deutlich zählbare Reduktion der Wildbestände unverzichtbar.“ Als Beispiel nannte Schmitt auch hier wieder die Schweinepest. Durch diesen verantwortungsvollen Umgang mit dem Begriff der Nachhaltigkeit sorge die Jägerschaft in Schalksmühle dafür, dass auch den kommenden Generationen die Grundlage für eine waidgerechte Jagd geschaffen werde.

Im Anschluss verteilte der Hegeringsleiter die Brüche der diesjährigen Hubertusjagd. Jeweils ein Reh erlegten Helmut Kostal, José Turk, Klaus Schnier und Dirk Büttner. Letzterer erlegte zusätzlich eine Taube.

Darüber hinaus schossen Hilmar Lamm und Friedrich-Wilhelm Bremicker jeweils einen Hasen. Das Verblasen der Strecke übernahmen an diesem Abend die Mitglieder der Bläsergruppe des Hegeringes Schalksmühle-Hülscheid.

Seinen Dank richtete der Hegeringsleiter schließlich an das Ehepaar Brigitte und Gerd Kutsch, die für das abschließende „Schüsseltreiben“ einmal mehr Köstlichkeiten aus Topf und Pfanne auf den Tisch zauberten. Auch hierbei sorgten die Bläser für die jagdmusikalische Umrahmung.

Von Björn Othlinghaus

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