Rund 200 Schalksmühler besuchen Neujahrsempfang

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Der Dortmunder Kabarettist Bernd Gieseking begeisterte die Schalksmühler beim Neujahrsempfang im Rathaus mit seinem satirischen Jahresrückblick.

SCHALKSMÜHLE - Volles Haus zum neuen Jahr – anlässlich des 35. Neujahrsempfangs, zu dem Bürgermeister Jörg Schönenberg eingeladen hatte, kamen rund 200 Schalksmühler ins Rathaus. Wer keinen Sitzplatz mehr fand, verfolgte das Programm stehend vom Eingang aus.

Zum Beginn des Empfangs zogen die Sternsinger der katholischen Kirchengemeinde St. Thomas Morus in den Ratssaal ein. Dort stellte Ulrich Mölders von der Gemeinde das Malawi-Projekt vor, für das die Sternsinger in diesem Jahr Geldspenden sammeln. Bevor das Publikum noch eine Spende für die gute Sache in die Box werfen konnte, trugen die Kinder das Sternsinger-Lied vor.

In seiner Neujahrsansprache befasste sich Jörg Schönenberg mit zwei zentralen Themen, die für die Gemeinde künftig von besonderer Wichtigkeit sind: die kommunalen Finanzen und der demografische Wandel. Trotz der Krise in 2008 und 2009 habe man die Gesamtverschuldung im vergangenen Jahr auf 7,5 Millionen Euro senken können, führte Schönenberg aus. „Das ist der niedrigste Schuldenstand seit Langem und schafft Spielraum für die Zukunft.“ Der Bürgermeister ließ auch die Solidarumlage des Landes nicht außer Acht, über die er nach wie vor verärgert sei. Wenn man bedenke, dass diese Mittel nicht annähernd ausreichen würden, um die prekäre Haushaltssituation vieler Städte nachhaltig zu verbessern und die Geberkommunen gezwungen seien, sich letztendlich zu verschulden, erkenne man, wie unsinnig das Ganze sei.

Weiterhin sei der demografische Wandel eine Herausforderung, der sich die Gemeinde stellen müsse. Die Alterspyramide habe sich mittlerweile umgekehrt und ohne eine intakte örtliche Gemeinschaft könne sich Schalksmühle nicht weiterentwickeln. Daher richtete Schönenberg seinen Dank an die zahlreichen Ehrenamtler, die in der Gemeinde das Vereinsleben fördern.

Auf einen satirischen Jahresrückblick nahm Kabarettist Bernd Gieseking die Besucher mit. Ob Mutti Merkel, der Bischof von Bayern Uli Hoeneß oder der gierige Tebartz-van Elst – der Dortmunder machte mit seiner scharfen Zunge vor niemandem Halt. Gieseking jedenfalls ist nach dem vergangenen Jahr der festen Überzeugung, dass CSU-Chef Horst Seehofer in seiner Kindheit falsch gewickelt wurde. Wie sonst könne man sich das Gebaren des bayerischen Sonnenkönigs sonst erklären?

Pastorin Doris Korte wies in ihrem Wort zum Tage daraufhin, dass man nicht nur beten solle, sondern auch mal mit anpacken muss.

In den Pausen sorgten die Schüler der Musikschule Volmetal Daniel Tancev am Klavier und Marcel Kebekus an der E-Gitarre für die musikalische Untermalung. Während Tancev Stücke von Chopin, Debussy oder Grieg vortrug, spielte der 13-jährige Kebekus rockigere Musik. Beim zweiten Stück wurde er von dem ehemaligen Musikschüler Steffen Ischebeck am Bass unterstützt.

Von Alisa Kannapin

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