Rund 50 Fundsachen werden pro Jahr abgegeben

+
Heike Scharfenberg kümmert sich bei der Verwaltung um die Fundsachen. Seit Monaten gehört dazu auch eine Drohne.

Schalksmühle - Mittlerweile seit Monaten liegt eine Drohne im Fundbüro der Gemeinde Schalksmühle. Das ferngesteuerte Flugobjekt gehört zu den rund 50 Fundgegenständen, die jedes Jahr im Bürgerbüro im Rathaus abgegeben werden. „Jeden Gegenstand verwahren wir hier mindestens ein halbes Jahr, so lange hat der Besitzer Zeit ihn abzuholen“, sagt Heike Scharfenberg, die in der Gemeindeverwaltung für Fundsachen zuständig ist.

„Allerdings wird nicht jeder Besitzer gefunden oder alle Sachen abgeholt. Einige Gegenstände bleiben immer liegen“, sagt Scharfenberg. Ist dies der Fall, werde der Finder nach Ablauf der Sechs-Monats-Frist angeschrieben. „Ihm steht der Gegenstand dann rechtlich zu. Meist haben die Finder aber kein Interesse daran“, sagt Scharfenberg. In diesen Fällen muss die Verwaltung überlegen, was mit den Fundstücken passiert. „Einige werden entsorgt. Zuletzt hatten wir beispielsweise aber auch ein großes Spielzeugauto. Das haben wir dann den Mitgliedern des Netzwerks Flüchtlingshilfe übergeben“, erklärt Scharfenberg.

Vermehrt kleine Gegenstände

Die Palette der Fundstücke, die im Bürgerbüro abgegeben werden, ist laut Scharfenberg sehr breit, reicht von Brillen und Bekleidung über Schirme und Schmuck bis hin zu Kfz-Kennzeichen. „Aktuell bewahren wir sogar ein Kinderfahrrad im Rathauskeller auf“, erzählt Scharfenberg. Meist seien es jedoch kleinere Gegenstände, Uhren, Geldbörsen sowie vermehrt Schlüssel und Handys, die im Bürgerbüro abgegeben werden.

„Überraschend finde ich, dass selbst bei verlorenen Schlüsselbünden häufiger niemand bei uns nachfragt. Denn der Aufwand, alle Schlüssel nachmachen lassen zu müssen, ist doch recht hoch“, sagt Heike Scharfenberg.

Über das Jahr hinweg steht die Verwaltungsmitarbeiterin immer wieder in Kontakt mit Fundbüros in anderen Kommunen. „Zuletzt wurde die Geldbörse eines Schalksmühlers in Dortmund gefunden. Diese bekommen wir zugeschickt, damit die Person direkt zu uns ins Bürgerbüro kommen kann. Umgekehrt läuft es natürlich genauso“, berichtet Scharfenberg.

„Fundbüro online“ seit 1. Januar

Seit dem 1. Januar gibt es in Schalksmühle das „Fundbüro online“. Auf der Internetseite der Gemeinde (www.schalksmuehle.de) gelangt man nach wenigen Klicks zu den Fundsachen. Viele sind mit Foto, Fundort, -datum und einer kurzen Beschreibung eingestellt – allerdings nicht alle. „Bei Handys, Portemonnaies oder beispielsweise Schlüsseln machen wir das natürlich nicht, denn es muss sichergestellt sein, die Gegenstände dem rechtmäßigen Besitzer zurückzugeben“, sagt Scharfenberg. Meldet sich jemand, der zum Beispiel eine Geldbörse abholen möchte, müssen zunächst Aussehen und Inhalt beschrieben werden.

Wer etwas verloren hat, den Gegenstand aber nicht im Onlineportal findet, hat dort auch die Möglichkeit eine Suchanfrage zu starten. „Das kommt immer mal wieder vor. Zuletzt wurde nach einem wertvollen Stein gesucht, der sich aus der Fassung einer Kette gelöst hatte“, erinnert sich Scharfenberg, die alle Fundsachen und Anfragen dokumentiert.

Mit einem möglichen Finderlohn dagegen hat Scharfenberg nichts zu tun: „Das machen der Besitzer und der Finder ausschließlich unter sich aus.“

Die wertvollen Fundsachen wie Schmuck, Handys oder Uhren werden sicher in einem Tresor gelagert. „Abends schließe ich immer alle Gegenstände ein, die nicht abgeholt wurden“, sagt Scharfenberg.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren: Auf come-on.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare

Ab dem 25.5.2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung. Dazu haben wir unser Kommentarsystem geändert. Um kommentieren zu können, müssen Sie sich bei unserem Dienstleister DISQUS anmelden. Sollten Sie zuvor bereits ein Profil bei DISQUS angelegt haben, können Sie dieses weiter verwenden. Nutzer, die sich über den alten Portal-Login angemeldet haben, müssen sich bitte einmalig direkt bei DISQUS neu anmelden.