Neues Zuhause

Rückkehr der Schwarzstörche in den MK 

Sie gelten als sehr scheu und als Kulturflüchter, die Schwarzstörche, von denen offenbar ein Paar eine neue Heimat in Schalksmühle in der Nähe von Winkeln gefunden hat.
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Sie gelten als sehr scheu und als Kulturflüchter, die Schwarzstörche, von denen offenbar ein Paar eine neue Heimat in Schalksmühle in der Nähe von Winkeln gefunden hat.

Er gilt als scheuer Kulturflüchter, der sehr sensibel auf Störungen in seinem Brutgebiet reagiert, lebt – im Gegensatz zu seinem weißen Artgenossen – in alten geschlossenen Wäldern, in denen es Still- oder Fließgewässer gibt: der Schwarzstorch. Im MK hat er ein Zuhause gefunden.

Schalksmühle – Eigentlich ist der knapp ein Meter große Vogel, der auf eine Flügelspannweite von fast zwei Metern kommt, mehr östlich einer Linie von Rostock bis Nürnberg zu finden. Erst seit wenigen Jahren ist der Schwarzstorch auch in Westeuropa anzutreffen, allerdings selten und lückenhaft. Es ist zwar nicht der erste Schwarzstorch der in Schalksmühle gesehen und fotografiert wurde, doch scheint es sich um ein Paar zu handeln, dass sich irgendwo zwischen Winkeln und Sterbecketal niedergelassen und möglicherweise einen Brutplatz gefunden hat.

In einem Garten an der Klagebach wie auch in Halver an den Bolsenbacher Teichen oder in Kierspe konnten die scheuen Tiere gesehen und fotografiert werden. Im Bereich Winkeln wurde der Schwarzstorch bereits im Sommer vergangenen Jahres von Björn Sanders und Jürgen Hess gesehen. Und das Tier beziehungsweise die beiden Zugvögel, die im Frühjahr aus Afrika zurückkommen, scheinen wieder den Weg ins Gebiet zwischen Sterbeckertal und Winkeln gefunden zu haben.

Standort des Horsts nicht bekannt

Wo möglicherweise der Horst des Schwarzstorches – der bekanntermaßen gerne im Verborgenen lebt – ist und ob sie vielleicht brüten, ist nicht bekannt. Allerdings ist es Jürgen Hess gelungen, den Schwarzstorch mit einem entsprechenden Teleobjektiv zu fotografieren, als dieser auf einer Wiese zwischen Wersbecke und Winkeln stolzierte und sicherlich nach Nahrung suchte.

Bis zu zwei Meter groß ist die Flügelspannweite eines Schwarzstorchs. Dieser konnte im Bereich Sterbeckertal und Winkeln fotografiert werden.

Die Tatsache, dass bislang immer nur ein Tier im Flug oder auf Wiesen zu sehen ist, lässt die Vermutung zu, dass sich der andere Schwarzstorch um die Brut beziehungsweise den Nachwuchs kümmert.

Auch Rotmilane sind dort zuhause

Bei Schwarzstörchen kommt es oft – über viele Jahre hinweg – zu Wiederverpaarungen, weil beide eine sehr große Brutplatztreue an den Tag legen. Dies spricht auch dafür, dass die beiden Schalksmühler Schwarzstörche den Weg zurück nach Winkeln gefunden haben. Dort freuen sich die Anwohner nicht nur über die Rotmilane, von denen es mittlerweile einige Paare gibt, die auch über dem Dorf ihre Kreise ziehen.

Der Schwarzstorch mit seiner großen Flügelspannweite, der sich gerne von der Thermik in größere Höhen treiben lässt, ist im Flug ein noch imposanteres Bild, zumal sich die schwarzen Flügel und das weiße Gefieder am Rumpf deutlich vom hellen Himmel abzeichnen. Nun hofft Jürgen Hess, vielleicht auch mal einen Jungvogel, dessen Flügel noch grau sind, vors Teleobjektiv zu bekommen.

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