Bäume fallen für Edeka

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Auf und rund um das frühere Aldi-Gelände an der B 54 entfernt die Firma Turk derzeit Bäume, Sträucher und sonstiges Grün.

Dahlerbrück - Nach Jahren des Leerstands tut sich seit Samstag etwas auf dem Gelände rund um den ehemaligen Aldi-Markt an der Volmestraße in Dahlerbrück. Die Firma Turk aus Halver führt massive Rodungsarbeiten auf dem Gelände durch. Anschließend plant bekanntlich ein Projektentwickler im Auftrag der Edeka-Gruppe, den vorhandenen Gebäudekomplex abzureißen und an dieser Stelle einen Vollsortimenter zu errichten.

„Wir wollen in Schalksmühle-Dahlerbrück auf dem früheren Aldi-Gelände einen Markt bauen und werden mit Sicherheit noch in diesem Jahr den Bauantrag stellen“, teilte die Edeka-Handelsgesellschaft Rhein-Ruhr auf Anfrage unserer Zeitung mit.

- Was plant Edeka in Dahlerbrück?

Nach letzten Planungen soll an der B 54 ein Vollsortimenter mit einer Gesamtverkaufsfläche von 1800 Quadratmetern, inklusive einer Getränkeabteilung mit etwa 250 Quadratmetern, entstehen.

Auf der Freifläche zwischen dem Injoy-Fitnesscenter und dem Dursty-Gebäude wurden die Bäume am Montag gefällt.

- Wie geht es mit dem Dursty-Getränkemarkt weiter?

Neben Aldi existierte auf der Fläche an der Volmestraße früher unter anderem auch ein Friseur, Dönerladen und Dursty-Getränkemarkt, von denen mittlerweile einzig noch der Dursty besteht. Am Montag war der Markt normal geöffnet. Zu einem möglichen Abriss des Backsteingebäudes, in dem die Dursty-Filiale untergebracht ist, bestehenden Vertragslaufzeiten und einer Kündigung des Kontraktes wollte sich Edeka Rhein-Ruhr nicht äußern. Man prüfe derzeit alle Optionen, hieß es zu dieser Frage nur. Ein Verantwortlicher der Getränkemarktkette war für eine Stellungnahme bis Redaktionsschluss nicht zu erreichen. „Bei der Gemeindeverwaltung hat sich bislang niemand von Dursty gemeldet, um nach Rat für einen möglichen Alternativstandort in Schalksmühle zu fragen“, sagte Ralf Bechtel, Fachbereichsleiter technisches Bauamt.

- Wie ist der Verfahrensstand?

Für den Bereich „Sportpark Volme“, wie die Fläche im Bebauungsplan der Gemeinde wegen des angrenzenden Fitnesscenters heißt, liegt eine ältere Baugenehmigung aus dem Jahr 2014 vor. Allerdings nur für einen Lebensmittelmarkt mit einer Größe von 1350 Quadratmetern und einen eigenständigen Getränkemarkt (650 Quadratmeter). Daher umfasst die dazugehörige Abbruchgenehmigung für den bestehenden Komplex nicht das Getränkemarkt-Gebäude. Im April 2016 reichte der von Edeka beauftragte Projektentwickler eine Bauvoranfrage beim Märkischen Kreis für einen größeren Markt mit integrierter Getränkeabteilung ein, die im Dezember 2016 positiv beschieden wurde. In dieser Planung soll der komplette Gebäudealtbestand abgerissen werden. Eine erforderliche Verträglichkeitsanalyse zur Ansiedlung eines zweiten Vollsortimenters in der Gemeinde liegt mittlerweile vor und bezeichnet diese im Ergebnis als „nicht schädlich“ für die Konkurrenz.

- Wie stehen Verwaltung und Politik in Schalksmühle zur Edeka-Ansiedlung?

Positiv. Die politischen Gremien gaben im Sommer 2016 ihr Okay für die veränderte Planung, stimmten einer sogenannten Befreiung von einer Festsetzung des Bebauungsplans „Sportpark Volme“ zu. Damit darf der Vollsortimenter eine Verkaufsfläche von 1800 Quadratmetern umfassen.

- Was sind die nächsten Schritte?

„Wann genau der Bauantrag eingereicht wird, ist derzeit schwierig zu sagen“, teilte Edeka Rhein-Ruhr mit. Sollte der Antrag inhaltlich nicht von der positiven Bauvoranfrage abweichen, ist mit einer verkürzten Bearbeitungszeit durch den Kreis von deutlich unter drei Monaten zu rechnen. In diesem Fall müsste der Antrag auch in Schalksmühle nicht mehr durch die politischen Gremien, sondern lediglich die Verwaltung nochmalig ihr Einvernehmen bestätigen.

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