Schalksmühle

Rodler sorgen für Verkehrschaos in Winkeln

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Nach einem Unfall auf dem Rodelhang in Winkeln am Samstag hatten die Rettungskräfte wegen falsch parkender Autos Probleme den Einsatzort zu erreichen.

Schalksmühle - Hunderte Winterfans aus dem Ruhrgebiet kamen am Wochenende zur Rodelwiese nach Winkeln. Auf dem Schlittenhang herrschte Hochbetrieb – und rund um die Wiese kam es wieder einmal zu Verkehrsproblemen, so dass Polizei und Ordnungsamt der Gemeinde im Einsatz waren (wir berichteten). „Für uns ist das leider ein altbekanntes Problem“, sagt Silvia Gonzalez, Mitarbeiterin des Ordnungsamtes der Gemeinde.

Trotz aufgestellter Halteverbot-Schilder kommt es an der Wiese immer wieder zu Problemen.

Vor allem auf der schmalen Straße nach Winkeln wurden trotz aufgestellter Halteverbot-Schilder viele Fahrzeuge geparkt und so der Rettungsweg versperrt. Nach einem schmerzhaften Unfall am Samstag hatten die Rettungskräfte deshalb große Probleme die Wiese zu erreichen, auch viele Anwohner kamen nur schwierig nach Winkeln durch.

„Über den Winter haben wir an den Wochenenden einen Bereitschaftsdienst, werden von der Polizei informiert, wenn es Verkehrsprobleme im Bereich der Rodelwiese gibt“, erklärt Gonzalez. Am Samstag sei der Abschleppwagen bereits auf dem Weg Richtung Winkeln gewesen, habe aber wieder abbestellt werden können, weil man alle Fahrzeugführer vorher ausfindig gemacht habe. „Ein Mitarbeiter war etwa von 13 bis 17 Uhr vor Ort“, berichtet Gonzalez.

Dieser Zeitraum ist deutlich zu kurz, finden zumindest Anwohner aus Winkeln und kritisieren dies im Gespräch mit unserer Zeitung. Mitarbeiter des Ordnungsamtes müssten an Schneewochenenden schon morgens vor Ort sein und den ersten ankommenden Fahrzeugen den Weg zum nahen gemeindlichen Wanderparkplatz weisen, damit die Straße nach Winkeln erst gar nicht befahren werde. Auch Hinweisschilder ab der Autobahnabfahrt Lüdenscheid-Nord zu vorhandenen Parkmöglichkeiten würden die Situation deutlich entspannen. Probleme habe zudem verursacht, dass der Parkplatz vom Winterdienst nicht zeitnah geräumt worden sei.

„Es sind bereits Schilder vorhanden, die den Parkplatz ausweisen, aber eventuell sind weitere Schilder eine Möglichkeit. Wir werden auch mal darüber sprechen unsere Präsenz vor Ort vielleicht zeitlich auszuweiten“, sagt Gonzalez. Gehandelt werden müsste dann wahrscheinlich schon zum nächsten Wochenende, denn auch in den kommenden Tagen soll es im Sauerland winterlich bleiben.

„Natürlich werden von uns auch die Parkflächen geräumt, aber zunächst müssen wir uns um die Straßen im Gemeindegebiet kümmern – und das nach einer klaren Reihenfolge“, erklärt außerdem Peer Heinzer, Leiter des Winterdienstes in Schalksmühle. Der Gesetzgeber verpflichtet die Gemeinde zu einer Streu- und Räumpflicht auf verkehrswichtigen und gefährlichen Strecken. „Wir müssen also alle wichtigen Verkehrsadern, die durch Schalksmühle führen, befahrbar halten. Wenn es zu anhaltenden Schneefällen und Temperaturen unter dem Gefrierpunkt kommt, müssen diese Strecken auch mehrfach und immer wieder über den Tag verteilt bearbeitet werden“, erklärt Heinzer.

Der Streudienst im ganzen Gebiet der Volmekommune sei eine freiwillige Leistung, die die Gemeinde aber sehr gerne für ihre Bürger anbiete. „Nach den wichtigen Verkehrsadern kümmern wir uns zunächst um Steilstrecken und Kreuzungsbereiche, anschließend gehen wir auch in die Wohnstraßen und kümmern uns am Ende um Bushaltestellen oder Parkflächen“, erklärt Heinzer die Prioritätenliste. „Dass wir nicht gleichzeitig überall im Einsatz sind, ist also keine böse Absicht, sondern fordert der Gesetzgeber so.“

Auch gestern waren Heinzer und die Mitarbeiter des Bauhofes – vor allem im Höhengebiet – wieder im Winterdienst-Einsatz. Arbeitsreich dürften auch die kommenden Tage bleiben. „Wir rechnen immer wieder mit Niederschlägen und Temperaturen um den Gefrierpunkt“, sagt Heinzer.

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