Riesenbärenklau wird politisches Thema in Schalksmühle

+

Schalksmühle – Der Kaukasische Riesenbärenklau ist jedes Jahr zu dieser Zeit ein Thema. Selbst in den Amtsstuben und im Ratsaal findet das Gewächs – zumindest im übertragenen Sinne – ein Zuhause.

Wie bereits berichtet, scheint sich die auch als Herkulesstaude bezeichnete Pflanze in diesem Jahr an der Volme massiv vermehrt zu haben. UWG-Ratsherr Manfred Trimpop gab bereits seine seit Jahren bekannte Vorgabe erneut heraus: „Ziel muss es sein, den Riesenbärenklau rigoros zu bekämpfen, sonst wird es immer schlimmer.“ 

Ihm zur Seite stellte sich am Montag im Hauptausschuss sein Fraktionsvorsitzender Klaus Nelius. Er stellte die Anfrage, ob die Gemeinde Eigentümer, auf deren Grund und Boden der Riesenbärenklau wächst, anschreiben und die Entfernung durch Fachleute anbieten könne. Bürgermeister Jörg Schönenberg gab direkt darauf zu bedenken, dass man für die Durchführung eine externe Firma beauftragen müsste. Der Bauhof könne die Arbeit nicht leisten. Er schloss die Frage an, wer die diese Aufträge bezahlen solle – der Eigentümer oder die Gemeinde? 

Mit ihrem Vorschlag stieß die UWG auf heftigen Widerstand der anderen Fraktionen – besonders von Seiten der CDU. Deren Fraktionsvorsitzender André Krause kommentierte die Anfrage entrüstet mit den Worten „Das ist ein Fass ohne Boden.“ Und sein Parteikollege Ulrich Pfaffenbach hält es für „unverantwortlich, Privatleute in die Pflicht nehmen zu wollen.“ 

In die Diskussion schaltete sich auch der während der Sitzung anwesende Leiter des Fachbereichs Technisches Bauamt, Ralf Bechtel, ein. Er gab zu bedenken, dass die Nachbarkommune Lüdenscheid, so sei es aus einem aktuellen Zeitungsbericht zu entnehmen, scheinbar vor dem Riesenbärenklau resigniert habe. „Die Volme spült jedes Jahr neue Samen an.“ Zudem würde eine Kostenübernahme durch die Gemeinde Begehrlichkeiten bei Betroffenen anderer Neophyten wecken.

 Als versöhnlichen Vorschlag lassen sich die Wortmeldungen des SPD-Fraktionsvorsitzenden Lutz Schäfer und des Bürgermeisters werten. Der Sozialdemokrat schlug vor, mal über den Tellerrand zu schauen und mit den Nachbarkommunen über die Problematik mit dem Riesenbärenklau zu sprechen. Der Verwaltungschef stellte abschließend in Aussicht, dass das Thema in interfraktioneller Runde noch einmal in Form eines offenen Gesprächs auf den Tisch komme. Er betonte in diesem Zusammenhang aber auch, dass der Bauhof der Gemeinde im Rahmen der Verkehrssicherungspflicht auf öffentlichen Flächen nicht untätig ist. „Wir haben nicht resigniert.“

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren: Auf come-on.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare