Rettungspunkte im Wald geben Sicherheit

+
Der Schalksmühler Revierförster Hubertus Bierkoch, Gemeindebrandinspektor Dieter Coordt und Fachbereichsleiterin Anja Wolf stellten jetzt das höchst sinnvolle Projekt „Rettungspunkte“ vor.

SCHALKSMÜHLE ▪ Rettungsschirme hat inzwischen fast jeder, Rettungspunkte sind im Märkischen Kreis noch nicht ganz so weit verbreitet. Der Schalksmühler Revierförster Hubertus Bierkoch, Gemeindebrandinspektor Dieter Coordt und Fachbereichsleiterin Anja Wolf stellten jetzt das höchst sinnvolle Projekt „Rettungspunkte“ vor.

Seinen Ursprung hat das Projekt in der Zeit nach dem Orkan Kyrill im Januar 2007. Im Zuge der danach erforderlichen umfangreichen Aufräumarbeiten bevölkerten ungleich viel mehr Forstarbeiter als sonst die Wälder im Sauerland. Um den Waldarbeitern bei ihrem gefährlichen Job die Gewissheit zu geben, dass im Falle eines Unfalls Hilfe schnell vor Ort ist, wurden seinerzeit etwas mehr als ein Dutzend Rettungspunkte eingerichtet, wie Bierkoch erläuterte. Das waren Stellen im Wald, die von Rettungs- und Notarztwagen angefahren werden konnten oder Stellen, an denen ein Hubschrauber landen konnte. „Zum Glück hatten wir keine Arbeitsunfälle bei der Waldarbeit“, sagte Bierkoch, „aber die im Prinzip gute Idee wollten wir weiterführen“.

„Die SGV-Abteilungen aus Schalksmühle und Dahlerbrück haben uns sehr unterstützt und zahlreiche Tipps gegeben, an denen Rettungspunkte eingerichtet werden könnten“, ergänzten Coordt und Wolf. Bis jetzt sind es 68 solcher markanten Punkte, meistens an Ruhebänken oder an Kreuzungen ausgewiesener Wanderwege. Die Koordinaten dieser Punkte sind als Global Positioning System (GPS)-Daten bei der Leitstelle der Feuerwehr hinterlegt.

Gerät ein Wanderer oder Waldarbeiter im Schalksmühler Wald in Not, kann er – vorausgesetzt, er hat ein Handy und der Akku hat noch ein etwas Ladung – über den Notruf 112 einen Hilferuf absetzen. Dabei reicht es, wenn er die Nummer des Rettungspunktes durchgibt. Mit den GPS-Koordinaten, die der Fahrer des Rettungswagens dann in sein Navigationsgerät eingibt, können auch Ortsunkundige jeden Rettungspunkte im Wald finden. ▪ bomi

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare