Retter mit Namen „Rolf“

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Freuten sich über den neuen Einsatzwagen der Feuerwehr (von links): Dieter Coordt, Gemeindebrandinspektor a.D., Bürgermeister Jörg Schönenberg, Gemeindebrandinspektor Dirk Kersenbrock, Karl Appelhoff, Kundenbetreuung Iveco Magirus, und Löschgruppenführer Dirk Hauck.

Schalksmühle -  Viele Jahre vergehen, bis ein Feuerwehrfahrzeug außer Dienst gestellt wird. Am Wochenende erfolgte die offizielle Übergabe eines neuen Rüstfahrzeugs an die Einheit Schalksmühle. 29 Jahre hatte das Vorgängermodell zuverlässig seinen Dienst getan.

Von Rita Jonuleit

„Wenn man an den eigenen, privaten Wagen denkt, sind 29 Jahre eine unvorstellbar lange Zeit“, gab Bürgermeister Jörg Schönenberg in seiner Ansprache zu bedenken. „Die Zeiten der DIN-Norm machten die weitere Nutzung aber unmöglich“, erklärte er, bevor er den ehrenamtlichen Rettern sowie allen Beteiligten für Zeit und Mühen seinen Dank aussprach. Dirk Hauck, Einheitsführer des Löschzugs Schalksmühle und seine Kameraden, die geladenen Gäste, Mitglieder der Alters- und Ehrenabteilung, Pastor Thorsten Rehberg wie auch Karl Appelhoff, Gebietsvertreter von Iveco Magirus Brandschutztechnik, bezeugten ihre Zustimmung durch Beifall. Dieter Coordt, Gemeindebrandinspektor a.D., stand in vorderster Reihe, denn er hatte das Fahrzeug noch in seiner Amtszeit im Rat beantragt.

In der Fahrzeughalle an der Volmestraße übergab Schönenberg schließlich den symbolischen Schlüssel an Gemeindebrandinspektor Dirk Kersenbrock. „Dieses neue Fahrzeug ist uns eine Verpflichtung am Arbeitsgerät und für den bestmöglichen Schutz für die Bürger,“ bedankte sich Kersenbrock im Namen aller Einheiten, bevor er den Schlüssel an Hauck weiter gab.

„Auch aus der Steißlage kann ein schönes Kind entstehen“, ging Hauck kurz auf die lange Lieferzeit des Fahrzeugs ein. „Doch wir sind mit dem Endergebnis sehr zufrieden.“ Am 14. Mai 2012 erging der Auftrag von Winfried Schindler, sachkundiger Sachgebietsleiter der Gemeinde Schalksmühle, an Iveco Magirus. Doch die umfassende Umstrukturierung des Unternehmens sorgten für lange Lieferschwierigkeiten.

Die Einteilung unter den Kameraden für die Bedienung des Fahrzeugs hatte Dirk Hauck schon vorgenommen und diejenigen machten sich bereits mit den Gerätschaften vertraut. Zwölf Feuerwehrleute sind derzeit fähig, im Einsatzfall den neuen Rüstwagen zu steuern. Das 300 PS Fahrgestell des RW1 mit Allrad kostet 240 000 Euro und hat im Vergleich zum Vorgängermodell ein Drittel mehr Stauraum. Ansonsten ist es baugleich aufgeteilt, was die Bedienung erleichtert. Einige technische Geräte wurden in das neue Fahrzeug übernommen, wie beispielsweise die hydraulischen Rettungsgeräte. So konnten erhebliche Beträge eingespart werden. Das Fahrzeug ist mit Analog- sowie Digitalfunk bestückt und kam im April in der Gemeinde an.

Ellen Wirth, Witwe des ehemaligen, verdienten Einheitsführers Rolf Wirth, kam der Bitte und Tradition der Einheit nach, dem Fahrzeug einen Namen zu geben und nahm die Taufe auf den Namen „Rolf“ vor. Anschließend segnete Pastor Thorsten Rehberg das Fahrzeug.

Gerne nahmen die Anwesenden wie auch befreundete Einheitsführer die Möglichkeit wahr, detailliert die neue Errungenschaft zu betrachten. Eine kleine Feier im Gemeinschaftsraum schloss die Veranstaltung ab.

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