„Das Besondere am Bürgerbus sind die Fahrgäste“

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Von links Harald Haböck, Karl-Friedrich Junker, Renate Kempkes, Georg Pütz bei der Verabschiedung.

Schalksmühle – Für Renate Kempkes und Karl-Friedrich Junker war es ein emotionaler Moment. Am Freitagabend wurden sie im Rahmen der Weihnachtsfeier des Bürgerbusvereins aus dem Lager der aktiven Fahrer verabschiedet. Beide haben die Altersgrenze erreicht. „Leider“, wie sie sagen. Denn ihren Dienst haben sie geliebt.

„Es war einfach eine wirklich tolle Zeit“, sagte Kempkes. Seit 2007 war sie dabei. 220 Mal saß sie am Steuer des kleinen Busses. Also 1320 Stunden. Rund 18 700 Kilometer legte sie zurück. Das klingt viel, doch für Kempkes ging manch eine Fahrt viel zu schnell vorbei. „Das Besondere am Bürgerbus sind die Fahrgäste. Man kennt sie mit der Zeit alle mit Namen. Führt interessante Gespräche und hat immer das Gefühl, etwas Gutes zu tun“, sagte Kempkes.

Dem kann Karl-Friedrich Junker nur zustimmen. 70 Monate war er im aktiven Dienst. Insgesamt hatte er 154 Einsätze. Das bedeutet: 924 Stunden und 13000 Kilometer. „Für mich war klar, dass ich Bürgerbusfahrer werde, wenn ich in Rente gehe. Ich fand den Dienst schon immer toll“, erklärte Kempkes und fügt schmunzelnd hinzu: „Ich wollte wenigstens zwei, drei Mal im Monat einen Termin haben, an dem ich pünktlich aufstehen muss.“ Auch er war Bürgerbusfahrer mit Leidenschaft. Doch damit nicht genug: Junker übernahm auch das Amt des Fahrdienstleiters. Das, so sagt er, werde auch weiterhin innehaben. Denn da sei nicht mit 70 Jahren eine Altersgrenze erreicht. Dennoch wird er seinen aktiven Dienst vermissen. „Es ist ein gutes Gefühl, wenn die Gäste sich bei einem bedanken. Ohne uns wären sie vielleicht nicht zum Arzt oder zum Einkaufen gekommen“, erklärte Junker.

Zum Dank erhielten die beiden Fahrer vom Vorsitzenden Harald Haböck und von Kassierer Georg Pütz Urkunden und kleine Geschenke. Insgesamt so Haböck sei der Bürgerbusverein gut aufgestellt. Derzeit seinen 17 Fahrer aktiv. Drei neue konnten allein in diesem Jahr ihren Dienst aufnehmen. „Das läuft wirklich super. Nachwuchssorgen haben wir nicht“, freute sich der Vorsitzende.

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