Reinigung bis in die letzte Fuge

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Die Beckenansicht einmal anders: Unterhalb des Beckenbodens, der hydraulisch hoch und runter verschoben werden kann, zeigt der Leiter der Schwimmhalle, Klaus Heuckelbach, die Korrossionsschutzringe, die nächste Woche ausgetauscht werden.

Schalksmühle - Auch wenn der Schwimmbetrieb aufgrund der Sommerferien eingestellt ist, wird derzeit in der Schwimmhalle am Löh viel gearbeitet. Nach dem Ablassen des Wassers in der vergangenen Woche gingen Montag die jährlichen Reinigungs- und Wartungsarbeiten los.

Momentan ist der Leiter der Schwimmhalle, Klaus Heuckelbach, mit seinen Mitarbeiterinnen Ulla Henschel, Anatolia Kernchen und Katja Schwalm damit beschäftigt, die Halle zu desinfizieren. „Das betrifft alles. Also das Becken, die Fenster, Wände oder auch die Umkleideschränke“, erklärt Heuckelbach. Zudem werden kleinere Reparaturen durchgeführt.

Der Elektrobetrieb Quenzel erneuerte und reparierte Leuchten, ein Malerunternehmen führte Lackarbeiten und Schönheitsreparaturen durch. In den Duschräumen wird zudem der Korrosionsschutz an einigen Stellen ausgebessert. Größere Sanierungsarbeiten sind jedoch nicht vorgesehen. Heute befreit Klaus Heuckelbach außerdem die Fugen vom Algenbefall.

In der kommenden Woche wird schließlich die Hydraulik des Beckenbodens kontrolliert. „Dazu kommt eine Fachfirma vorbei, die die Technik abnimmt.“ Dazu wird unter anderem die Unterseite des Bodens überprüft. Alle zwei Jahre müssen die Korrosionsschutzringe der sogenannten Stempel, also die vier Vorrichtungen, die den Boden langsam absenken, ausgetauscht werden. „Vielleicht wird auch noch eine Dichtung erneuert, das stellt sich dann nächste Woche heraus“, sagt Heuckelbach.

Die Reinigungs- und Wartungsarbeiten der Schwimmhalle führt das Team jedes Jahr in den ersten beiden Ferienwochen durch. „Falls es zu unvorhergesehenen Arbeiten kommen sollte, haben wir im Anschluss noch genug Zeit für die Ausbesserung, und können trotzdem pünktlich wiedereröffnen.“

Das Becken wird erst in der letzten Ferienwoche wieder mit Wasser aufgefüllt. Da die Leitung nicht ganz aufgedreht werden kann, damit nicht zuviel Schmutz reingespült wird, dauert es rund 24 Stunden, bis das Becken komplett vollgelaufen ist. „Wir sprechen hier von 260 Kubikmetern Wasser“, sagt Heuckelbach.

Das Austauschen des Wassers biete sich in den Sommermonaten an, da die Grundtemperatur bereits bei 20 Grad liege. „Das ist energiesparender, weil wir das Wasser dann nur noch auf rund 29 Grad aufheizen müssen.“ Bis das Wasser die Betriebstemperatur erreicht hat, dauert es bis zu drei Tagen.

Von Alisa Kannapin

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