Flächenbedarf in der Prüfung

Regionalplan: Heedfeld-Süd könnte größer werden

Gewerbegebiet Heedfeld-Süd Regionalplan
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Das bestehende Gewerbegebiet Heedfeld-Süd könnte in Richtung Altenhorst und Golsberg weiterentwickelt werden.

Das bestehende Gewerbegebiet Heedfeld-Süd könnte in Richtung Altenhorst und Golsberg weiterentwickelt werden.  Das ist ein Punkt, der im Regionalplan für die kommenden 20 Jahre vorkommt.

Schalksmühle – Nach zwei Stunden Beratung war klar: Es besteht noch Beratungsbedarf. Wie die Stellungnahme der Gemeinde Schalksmühle zum Entwurf des Regionalplans aussehen wird, klärt der Ausschuss für Planung und Umwelt in einer weiteren Sitzung am kommenden Montag.

Es geht um nicht weniger als die Leitplanken für die kommunale Entwicklung, die der Regionalplan für die kommenden etwa 20 Jahre vorgibt. Basis für die Planer ist dabei der Rahmen des überörtlichen Landesentwicklungsplanes. Die kommunale Planung mit Flächennutzungsplänen und rechtsverbindlichen Bebauungsplänen orientiert sich aber am Regionalplan.

Überschwemmungsfläche ist nicht notwendig

Mehr als 300 Seiten stark ist das im Februar veröffentlichte Planwerk, in dem unter anderem geregelt wird, welche Flächen für Wohnbebauung, für Gewerbe und Landwirtschaft zur Verfügung stehen sollten. Wo Politik und Verwaltung der Gemeinde dem Entwurf zustimmen oder aber kritische Anmerkungen anbringen, wird in den kommenden Tagen innerhalb der Fraktionen und im Rathaus nach der Aussprache im Fachausschuss vom letzten Montag ausformuliert und in der kommenden Sitzung abgestimmt, so der Plan.

Unstrittig sein dürfte die Position zur Festsetzung einer Überschwemmungsfläche im Bereich der Firma Rutenbeck. Das dürfte nach Auffassung des Ausschusses kaum sinnvoll sein, weil der Bereich nie hochwassergefährdet war. Die Festsetzung aber würde die Entwicklung des Unternehmens komplett ausbremsen, so die Einschätzung auch von Bürgermeister Jörg Schönenberg.

Siedlungsflächen: Angebote für junge Familien

Kritisch betrachtet wird aber die Datenlage, die dem Entwurf zugrunde liegt. Die Planer in Arnsberg gehen von deutlich höheren demografischen Verlusten aus als Politik und Gemeinde. Sollte Schalksmühle aber deutlich weniger an Bevölkerung verlieren als prognostiziert, hätte dies Auswirkungen auf die Ausweisung von Siedlungsflächen. Man müsse in der Lage sein, Angebote für junge Familien und damit Baugrund zu vertretbaren Preisen vorzuhalten, drängten insbesondere die CDU-Vertreter, namentlich André Krause und Bernd Josef Schmitt. Und auch Ausschussvorsitzender Klaus Nelius (UWG) monierte einen „Flickenteppich kleinerer Parzellen, aber kein größeres zusammenhängendes Gebiet“.

Welche Flächen in der Gemeinde tatsächlich zur Verfügung stehen, will Ralf Bechtel, Leiter des technischen Bauamts, kurzfristig ermitteln und das Ergebnis den Fraktionen zur Beratung zur Verfügung stellen.

Bechtel verwies in diesem Zusammenhang auf Flächen, die bereits im Flächennutzungsplan entsprechend ausgewiesen seien und zudem auf die Möglichkeit der weiteren Entwicklung in den Ortsteilen Heedfeld und Dahlerbrück. Die seien im Entwurf zwar nicht mehr als Allgemeiner Siedlungsbereich (ASB) vermerkt, doch die „bedarfsgerechte Entwicklung“ bei Ortsteilen in einer Größe von unter 2000 Einwohnern bleibe dessen ungeachtet möglich. Die Festsetzung des Regionalplanes greife in diesem Fall also nicht.

Keine Sorgen um Gewerbeflächen

Weniger Sorgen muss sich die Gemeinde über verfügbare Gewerbeflächen machen. Der Entwurf sieht einen größeren Bereich mit einem Potenzial von mehr als 20 Hektar als Erweiterung bei Heedfeld in Richtung Altenhorst vor. Das entspricht dem geschätzten Bedarf. Nicht in Beschlag genommen wird dabei der Laubwald auf der nördlichen Seite der Erschließungsstraße in Richtung Golsberg.

Geringfügige Ausweitungen solcher Flächen – im Plan GIB genannt – sind beispielsweise am Ramsloh eingezeichnet, was die SPD für nicht unkritisch erachtet. Es geht um die Einbeziehung auch der angrenzenden Straße und die Möglichkeit, dort Stellplätze für Mitarbeiter anzulegen, die dann nicht auf dem jeweiligen Firmengelände vorgehalten werden müssten, so die Überlegung, die Bürgermeister Schönenberg vorstellte. Im Gegenzug würde diesen den Firmen die Option eröffnen, bei Bedarf Parkplätze auf dem Gelände des Unternehmens zu überbauen. Im Einzelfall, sagt Bechtel im Gespräch mit unserer Zeitung, liege aber eine solche Möglichkeit im Ermessen des Rates und sei auch mit planungsrechtlichen Änderungen verbunden.

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