Regionale, Demografie und Finanzen in der Diskussion

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Bürgermeister Jörg Schönenberg begrüßte die Mitglieder der Seniorenunion im Ratssaal. ▪

SCHALKSMÜHLE ▪ Die Seniorenunion unter der Leitung ihres Vorsitzenden Ludwig Schweig war jetzt zu Gast im Rathaus. In „großer, gemütlicher Runde“, wie Hausherr Bürgermeister Jörg Schönenberg betonte, gab es einen anregenden Dialog.

Von mehr als 12 000 Einwohnern ist die Zahl der Schalksmühler mit Erstwohnsitz auf 11 350 gesunken. Tendenz: weiter fallend. Für die Gemeinde arbeiten 125 Beschäftigte in 80 Vollzeitstellen, davon im Rathaus selbst rund 50, erfuhren die Senioren. Aber es stehen weitere Veränderungen in den Strukturen zur Anpassung an die Fakten an, das heißt: weitere Stellen müssen reduziert werden. An Beispielen ließ Schönenberg Erläuterungen zum bestehenden Doppelhaushalt und zur Ausgabensicherung folgen. So wurden die gekürzten Gebäudereinigungszeiten und Energiesparprojekte genannt. 80 Prozent Abbau der Überstunden konnten ebenfalls zur Kostenoptimierung beitragen. Die Seniorenunion lobte die Arbeit des Bauhofes, besonders bei der Gestaltung der öffentlichen Grünflächen.

Weiterhin stehen in der Schullandschaft Schalksmühle in den kommenden Jahren Veränderungen an. Erklärtes Ziel ist es, die Verbundschule mit Haupt- und Realschulzweig an einem Standort – nämlich am Löh – zu konzentrieren. Das Thema gab Anlass zu weitreichenden Fragen und Diskussionen der CDU-Senioren, auch zu möglichen Folgenutzungen für die Realschulgebäude.

„Unsere Infrastruktur, das Wohngebiet Im Schlah und unser Gewerbegebiet sind Dinge, die mir besonders Herzen liegen“, verriet der Bürgermeister den Gästen. „Im Schlah sind von 20 Grundstücken schon neun veräußert. Von den sieben Hektar in Heedfeld sind 4,5 Hektar an Gewerbetreibende verkauft“, freute er sich über positive Entwicklungen.

Die Regionale 2013 ist nach Schönenbergs Worten ebenfalls auf einem guten Weg. Ein weiteres Treffen der Volme-Kommunen Halver, Kierspe, Meinerzhagen und Schalksmühle findet am 4. November statt. Es soll die regionale Struktur an der Volme gemeinsam mit den Nachbargemeinden gefördert werden. „Unser intaktes Gemeinwesen zeichnet Schalksmühle aus. Deswegen meine Bitte: Bringen auch Sie als Senioren sich im Ehrenamt ein. Ihre Leistungen und besonderen Fähigkeiten sind gefragt“, sagte Schönenberg.

Weiterhin ging er auf Projekte der Gemeinde wie den Rathausplatz und den Schnurrenweg ein. „Sparen darf kein Selbstzweck sein. Investitionen, um den Ortskern weiter zu entwickeln, sind unabdingbar. Auch die Wege müssen geprüft und entsprechend auch für Senioren verbessert werden. Wir leben hier nicht im flachen Münsterland.“ Die CDU-Senioren betonten, dass es ihnen wichtig sei, bei Verbesserungen am Schnurrenplatz mehr Licht zu installieren und die guten Parkmöglichkeiten zu erhalten.

„Wir wollen gerne wiederkommen“, betonte Walter Neuhaus, ehemaliger Ratsherr und Politiker in Schalksmühle. Schweig und Schönenberg vereinbarten jährliche Besuche im Wechsel. ▪ Jori

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