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Rege Diskussion über neue Multifunktionshalle

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Von: Thomas Machatzke

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Politiker redet im Ausschuss
Vision einer Multifunktionshalle: Jan Schriever (FDP). © Machatzke, Thomas

Erst stellte Ronnie Goertz den Stand der Dinge in der Sportentwicklungsplanung in Schalksmühle vor, dann brachte die FDP die Sportstättenfrage konkret mit der Vision einer neuen Multifunktionshalle aufs Tapet. So war es ein sportlicher Montagabend im Rathaus...

Schalksmühle – Sportentwicklungsplanung und eine neue Multifunktionshalle: Diese beiden Themen standen am Montag im Ausschuss für Kultur und Sport der Gemeinde Schalksmühle am Anfang und am Ende der dreieinhalbstündigen Sitzung – dabei gehören sie thematisch eigentlich ganz dicht zusammen.

Zu Beginn hatte der aus Heinsberg per Videokonferenz zugeschaltete Projektbegleiter Ronnie Goertz den neuesten Stand der Sportentwicklungsplanung präsentiert. Goertz berichtete von seinem Besuch in der Gemeinde („wunderschönes Schalksmühle“) und in den Senioren-Einrichtungen, die er gemeinsam mit dem GSV-Vorsitzenden Klaus-Peter Wiebusch besucht hatte (wir berichteten).

Goertz stellte immer wieder den Mehrgenerationenansatz in den Mittelpunkt – aber eben auch die Beteiligung der Zielgruppen, wenn es nach Abschluss der Planung nun 2022 an die Visualisierung und Validierung der Pläne gehe. Egal ob von Älteren, Jugendlichen oder eben auch den Vereinen – sie alle haben ihre Wünsche für die Sportentwicklung nun vorgetragen.

Rege Diskussion über neue Multifunktionshalle

Mobilität bleibt ein großes Thema, das Goertz auch zielgruppenübergreifend denken will. So brachte er zum Beispiel einen Shuttle-Bus zur Glör ins Gespräch, nahm aber auch die Vereine in die Pflicht. „Sie müssen sich dahin bewegen, wo die Menschen sind“, stellte Goertz fest. Konkret benannte der Projektplaner ein Dreieck, in dem die Gemeinde sehr gut aktiv werden könne bei neuen Angeboten und Sporträumen:

Jan Schriever (FDP) lobte nach dem Vortrag die vielen neuen Ideen, machte aber auch klar, dass ihm die Sportstättenfrage in der Planung ein bisschen zu kurz gekommen sei. Er wünschte sich, bestehende Dinge, die gut funktionieren und Wachstumspotenzial enthalten, zu fördern.

Damit gelangt der Betrachter zum FDP-Vorschlag einer Multifunktionshalle für Kultur und Sport am Standort Löh oder alternativ am Jahnplatz. Ein Antrag der Freien Demokraten wurde am Ende diskutiert. Inhalte: Der Wunsch auf Prüfung, ob so eine Halle in diesem Bereich überhaupt umsetzbar sein könnte. Ein durchaus kontrovers diskutierter Vorschlag.

„Den Werkzeugkasten der Möglichkeiten erweitern“

Schriever warb dafür, den „Werkzeugkasten der Möglichkeiten zu erweitern“. Mit einer neuen Halle könnten auch neue Sportangebote entstehen. Vor allem indes würde sie natürlich dem Handball, Aushängeschild im Sportleben, neue Möglichkeiten erschließen. „Wir bei der SGSH haben 200 Kinder im Training, aber es könnten 250 sein, wenn wir eine zweite Halle hätten“, machte Schriever im weiteren Verlauf der Diskussion deutlich.

SPD und CDU derweil zeigten sich eher reserviert und hätten gerne valide Zahlen, was die bisherige Auslastung und neuen Bedarf angeht. Die UWG zeigte sich bereit, „groß zu denken“, aber die Dinge eben auch von allen Seiten zu betrachten. Bürgermeister Jörg Schönenberg plädiert dafür, bei einer „Gebietskulisse für Sport und Kultur“ in diesem Bereich alle Aspekte zu berücksichtigen, für Sportentwicklungsplanung und die Sportstättenfrage „alles in einem Paket“ zu schnüren.

Dafür sollen Haushaltsmittel für die Planung im Jahr 2022 eingestellt werden. Diesem Vorschlag folgten am Ende nach langen Diskussionen um die genaue Formulierung alle Fraktionen. Und damit wird nun auch geprüft, ob eine Multifunktionshalle unterhalb der alten Sporthalle Löh tatsächlich ein Zukunftsprojekt für die Gemeinde werden könnte.

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