Realistisches Szenario

Sehr real waren die Bedingungen, unter denen zwei unter einer Wiesenwalze eingeklemmte Personen befreit werden mussten.

ORTSMARKE ▪ Großbrand in einer Reithalle im Grenzgebiet zu Hagen – das war am Samstag die Ausgangslage für die alljährliche Zugübung des Löschzug 2 der Schalksmühler Feuerwehren mit den Löschgruppen Winkeln und Hülscheid.

Mit der Planung beauftragt war die Löschgruppe Winkeln, die eine kommunale Grenzen übergreifende Übung vorbereitete, an der auch die Löschgruppe Hagen-Dahl teilnahm. Das Übungsobjekt war die Reithalle in Selkinghausen, eine kleine Ortschaft im Grenzgebiet zur Stadt Hagen und schon auf Hagener Gebiet. Das Szenario beschrieb einen Großbrand der Reithalle mit vermissten Personen und einen durch den Brand entstandenen Unfall mit eingeklemmten Personen.

Um 19 Uhr wurde alarmiert und die Mannschaften setzten sich mit ihren Fahrzeugen in Bewegung. Die Anfahrt erfolgte mit Blaulicht ohne Martinshorn, auf die Inanspruchnahme von Sonderrechten wurde verzichtet.

Etwa 80 Feuerwehrleute mit rund Fahrzeugen rückten innerhalb weniger Minuten an. Vor Ort wurden zwei Löschabschnitte gebildet, eine Gruppe übernahm den Unfall und leistete Technische Hilfe. Weil in der kleinen Ortschaft kein Löschwasser zur Verfügung stand, wurde auch der Tankwagen der Löschgruppe Dahlerbrück angefordert. Desweiteren wurde ein Pendelverkehr mit Tanklöschfahrzeugen eingerichtet um die notwendige Wassermenge heranzuschaffen. Zur Sicherung des Straßenverkehrs war die Polizei mit dem Schalksmühler Bezirksbeamten Holger Getzlaff und zwei Beamten aus Hagen vor Ort.

Beim Einsatz herrschte wegen der schlechten Witterungsverhältnisse absolute Dunkelheit, alle Lichtquellen in der Reithalle und Umgebung waren aus. Strahler an den Lichtmasten der Fahrzeuge leuchteten die Einsatzstelle aus, Schläuche wurden verlegt und unter Atemschutz die vermissten Personen gefunden und geborgen. Dummys, die teilweise ein Realgewicht von 75 Kilogramm aufwiesen, stellten die Personen dar. Im Abschnitt technische Hilfe waren zwei Personen unter einer großen Wiesenwalze eingeklemmt. Nach Sicherung und Eigensicherung wurde die Walze mit schweren Winden angehoben, und die Dummys konnten gerettet werden.

Bei der anschließenden Manöverkritik wurde die Übung als gelungen bezeichnet. Der stellvertretende Löschgruppenführer Michael Schanzenberger und Schalksmühles Gemeindebrandinspektor Dieter Coordt bedankten sich bei den Feuerwehrleuten für ihren vorbildlichen Einsatz am Samstagabend und bei den Polizisten für die Teilnahme an der Übung.

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