CDU reagiert auf Kritik der Verbundschuleltern

Das Thema Schule wird zum Zankapfel.

SCHALKSMÜHLE ▪ Zum Artikel „Verbundschuleltern fordern offenere Informationspolitik“ erreichte die Redaktion eine Stellungnahme der CDU. Diese haben der stellvertretende Bürgermeister Ulrich Pfaffenbach, CDU-Vorsitzende Jörg Weber sowie der Fraktionsvorsitzende der Christdemokraten, Michael Schwalm, unterschrieben:

„Nun ist es raus: die Schalksmühler Politik hat sich zu weit vom Bürger entfernt. Eine neue Partei muss her. Wir wünschen viel Erfolg damit. Auch die CDU hatte vor der Kommunalwahl 2009 nach einer inneren Erneuerung mit vielen neuen und jüngeren Kandidaten vor, frischen Wind in die Schalksmühler Kommunalpolitik zu bringen.

„Neue Kraft für Schalksmühle“ lautete der Slogan der heimischen CDU und wurde letztendlich durch das Wahlergebnis abgestraft.

Viele Schalksmühler haben traditionell die unabhängigen Wähler zu ihren Vertretern im Gemeinderat bestimmt. Trotzdem hat sich die vergleichsweise kleine CDU-Fraktion engagiert in die kommunalpolitischen Themen eingebracht.

Und gerade wegen diesen Engagements waren wir geschockt, als es im letzten Jahr keine neue Eingangsklasse in unserer Verbundschule gab. Wie konnte das passieren? Wie gehen wir damit um? Wie geht es weiter? Dass damit die Verbundschule ausläuft, war der CDU sofort klar. Dass die Schule aber vor dem Zeitpunkt ausläuft, bevor der letzte Schüler (zurzeit Klasse 6) die Schule mit einem Abschuss verlässt, war von uns niemals geplant und ist es auch jetzt noch nicht. Es gibt aus unserer Sicht auch keinen Anlass dazu.

Ganz im Gegenteil: nach wie vor haben wir das Bestreben, die Schule bis zum letzten möglichen Tag bestehen zu lassen, so dass alle noch anwesenden Schüler eine optimale Schulausbildung mit einem entsprechenden Abschluss erreichen können. Nur die freie Entscheidung der Eltern, die ihre Kinder aufgrund von Gerüchten oder Befürchtungen schon jetzt von der Verbundschule nehmen, kann dazu führen, dass die Klassenverbände irgendwann so klein werden, dass ein ungeregeltes Auslaufen der Schule nicht mehr zu verhindern sein wird. Das wird weder die CDU, noch eine der anderen Parteien oder auch eine neue Partei verhindern können. Einzig und allein der Elternwille wird hier über die Zukunft entscheiden. Also: warum soll man über etwas informieren, was nicht geplant ist und nicht durch Politik und Verwaltung steuerbar ist?

Auch der Vorwurf, Politik und Verwaltung hätten nicht agiert, ist nicht haltbar. Noch vor der letzten Kommunalwahl 2009 war die weiterführende Schule in Schalksmühle ein Hauptthema der Politik. Nach zähem Ringen um eine geeignete Schulform, die trotz des demografischen Wandels in und für Schalksmühle Bestand haben sollte, kam letztlich aufgrund der bestehenden Schulgesetze und der Vorgaben der Bezirksregierung nur noch die jetzige Form der Verbundschule in Frage. (...)

Unzählige Stunden wurden von den Kommunalpolitikern neben Beruf, Familie und anderer kommunaler Themen aufgebracht, um nach Lösungen zu suchen und Verhandlungen zu führen. Letztlich mussten sich alle der bitteren Erkenntnis unterwerfen, dass auch eine gemeinsame Schule mit Halver aufgrund der hochgerechneten Schülerzahlen nur einen Schulstandort zugelassen hätte: und der wäre in Halver gewesen. Das wollten wir nicht, denn so hätten wir auch keine Schule mehr in Schalksmühle gehabt. Dadurch hätten wir nichts gewonnen. Die Informationen über diese Verhandlungen waren für jeden zugänglich. Unerklärlich ist auch der Vorwurf, Politik und Verwaltung hätten die Verbundschule bewusst vor die Wand gefahren. Keinem CDU-Fraktionsmitglied sind seitens der Elternvertreter konkrete Probleme berichtet worden, die von der Politik hätten abgestellt werden können und es sind keine Anregungen gekommen, wie man es hätte besser oder anders machen können. (...) Die CDU hat sich immer deutlich für die Verbundschule positioniert.

Trauriger Fakt ist, dass die Verbundschule auszulaufen scheint. Über das „Wann“ werden die Eltern direkt entscheiden. Fakt ist auch, dass wir uns schon länger damit befassen, wie ein zukünftiges Schulmodell einer weiterführenden Schule in Schalksmühle aussehen könnte. Darüber wurde schon mehrfach berichtet. Bei diesen Planungen sind wir aber auch auf eine konstruktive Mitarbeit der äußerst engagierten Elternvertreter angewiesen.

Dazu braucht es nicht unbedingt einer neuen Partei. Es würde ausreichen, sich mit den Ideen direkt in den Schulausschuss einzubringen, sich mit den gewählten Ratsvertretern zu beraten oder sich einer bestehenden Partei anzuschließen. Diese Angebote gelten natürlich nicht nur für die Schulthematik. (...)“

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