Ratstrakt soll für 500.000 Euro modernisiert werden

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So könnte der Schalksmühler Ratssaal ab Sommer 2016 aussehen. In der Sitzung des Bau- und Planungsausschusses wird zunächst eine Grundsatzentscheidung über den Umbau gefällt. Detailfragen, beispielsweise zur Bestuhlung, werden später geklärt.

Schalksmühle - Seit der Eröffnung des Schalksmühler Rathauses am jetzigen Standort am Rathausplatz im Jahr 1981 hat sich an Aussehen und Ausstattung von Ratssaal, Sitzungszimmer und Foyer bis auf den Austausch der Aluminiumfenster vor rund vier Jahren nichts verändert.

Nach knapp 35 Jahren entscheiden die Mitglieder des Bau- und Planungsausschusses in ihrer Sitzung am kommenden Montag deshalb darüber, ob der Ratstrakt für gut 500.000 Euro umfassend umgestaltet und modernisiert werden soll.

„Speziell ein Ratssaal hat auch immer einen repräsentativen Charakter für eine Kommune. Man sollte sich einfach wohlfühlen, wenn man diesen Raum betritt. Deshalb muss jetzt nach mehr als 30 Jahren etwas passieren“, sagt Oliver Emmerichs, Fachbereichsleiter Planen und Bauen.

Nachdem bereits im vergangenen Jahr entschieden worden war einen interfraktionellen Arbeitskreis zu bilden, um Gestaltungsvorgaben für die Planung im Hinblick auf die Funktionalität und Sitzordnung zu erarbeiten, hat nun das Architekturbüro mtt aus Lüdenscheid eine Entwurfsplanung vorgelegt.

Bestuhlung um 90 Grad gedreht

Nach dieser soll die Bestuhlung um 90 Grad im Uhrzeigersinn gedreht werden. So entstehen vor einer Projektionsfläche – inklusive Whiteboard – zehn Sitzplätze für die Verwaltung. In Richtung der Fensterfront zum Rathausplatz entstehen in zwei Halbkreisen 28 Plätze für die politischen Vertreter.

„Bei dieser Anordnung wäre künftig auch der Auf- und Abbau der Bestuhlung deutlich schneller möglich, wenn wir den Raum beispielsweise für den Neujahrsempfang komplett frei brauchen“, sagt Emmerichs. Für Informationsabende sei geplant auf eine Reihenbestuhlung umzubauen, so dass bis zu 112 Personen im Ratssaal Platz finden würden.

Nachdem zuletzt bereits neue Lüftungsaggregate im Spitzbodenzimmer installiert wurden, die das Rathaus mit Frischluft versorgen, sollen im Zuge der Ratssaalmodernisierung auch die Lüftungskanäle erneuert werden. Geplant ist zudem ein neuer Fußbodenbelag, der Einbau einer Fußbodenheizung sowie einer Akustikdecke mit LED-Beleuchtung. Angebracht werden soll auch ein Sonneschutz an der Außenfassade des Gebäudes sowie eine Verdunkelung im Inneren.

Fußböden, Decken und Beleuchtung

Der Sitzungssaal und das Foyer sollen ebenfalls neue Fußböden, Decken und Beleuchtungselemente erhalten. Kosten soll die komplette Baumaßnahme 405.000 Euro. Im Haushaltsplanentwurf für 2016 berücksichtigt ist eine Instandhaltungsrücklage für den Ratstrakt in Höhe von 380.000 Euro. Hinzu kommen 80.000 Euro für Möblierung und Medientechnik in den Räumen, die nicht im Plan enthalten sind und über die die politischen Gremien erst zu einem späteren Zeitpunkt entscheiden.

Im Zuge der Baumaßnahmen im Ratstrakt soll auch die WC-Anlage modernisiert werden, „um eine Harmonisierung der Gestaltung mit den übrigen Bereichen herbei zu führen“, wie es in der Verwaltungsvorlage heißt. Dies würde weitere 50.000 Euro kosten, so dass sich der Gesamtkostenrahmen auf 535.000 Euro erhöht.

Umgesetzt werden soll die Baumaßnahme, für die Emmerichs etwa zehn Wochen veranschlagt, rund um die Sommerferien 2016. „Die letzte Sitzung vor der Sommerpause müssten wir ein wenig vorziehen und die erste danach etwas nach hinten verlegen, dann müssten wir ein ausreichend großes Zeitfenster bekommen, um die Arbeiten durchzuführen“, sagt Emmerichs.

Die öffentliche Ausschusssitzung findet am Montag, 26. Oktober, ab 16 Uhr im Ratssaal statt.

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