Ratssaal nicht zum „Highlight“ machen

Schalksmühle - Die Modernisierung des Ratssaales im Rathaus bot am Montag auch im Hauptausschuss Anlass zur Diskussion. Letztlich einigte sich der Ausschuss bei Enthaltungen der UWG-Politiker Heide Bachmann und Bernd Müller darauf, dass ein Arbeitskreis bis Sommer 2015 ein Konzept zur Renovierung erarbeitet.

Auf dessen Grundlage soll schließlich ein Beschluss gefasst werden. Die Lüftungsaggregate sollen im Ratssaal und Sitzungszimmer aber bereits erneuert werden. Darüber hinaus soll der Arbeitskreis spätestens im Februar erstmals tagen.

In der vergangenen Woche hatte die Vorlage zur Umgestaltung bereits für Diskussionen im Bau- und Planungsausschuss gesorgt. Klärungsbedarf gab es Montagabend aber trotzdem noch, vor allem hinsichtlich der Erneuerung der Lüftungsaggregate.

Bernd Müller (UWG) stellte die grundsätzliche Frage, ob die Erneuerung der Lüftungsanlage und die generelle Umgestaltung des Ratssaales bei den düsteren Aussichten in Bezug auf die Haushaltslage der Gemeinde und knapper finanzieller Ressourcen überhaupt nötig seien.

Oliver Emmerichs vom Fachbereich Planen und Bauen bestätigte die Notwendigkeit der Erneuerung der Anlage, da diese zum einen bereits rund 34 Jahre alt sei und bei einem Ausfall die Räume nicht mehr geheizt würden. Zum anderen spreche eine bereits bewilligte Förderung dafür, die Arbeiten zügig umzusetzen.

FDP-Politiker Jan Schriever sagte dazu, dass er Müllers Aussagen nachvollziehen könne, es aber auch darum gehe, eine Visitenkarte für die Gemeinde zu schaffen. Im jetzigen Ratssaal könne nicht vernünftig gearbeitet werden und eine Umgestaltung müsse auch nicht teuer sein.

Bernd Müller entgegnete daraufhin, provozieren zu wollen und sagte, dass die Visitenkarte nicht ein moderner Ratssaal, sondern eine saubere Gemeinde sei. Schriever konterte, „dass keine High-End-Ausstattung nötig ist, sondern nur eine leichte Verbesserung“.

Bürgermeister Jörg Schönenberg stellte klar, dass es nicht darum gehe, die Räume zum „Highlight“ zu machen, sondern einen gewissen Standard zu halten.

Letztlich einigte sich der Ausschuss des Weiteren darauf, dem Rat zu empfehlen, die Rückstellungen für die Umgestaltung nicht aufzulösen und prüfen zu lassen, ob kleinere Verbesserungen der Präsentationsmöglichkeiten im Saal umsetzbar sind. - aka

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