Rathausplatz: Architekten legen Pläne vor

So soll der Rathausplatz nach dem Umbau aussehen.

Schalksmühle - Das Aachener Architektenbüro „3+ Freiraumplanung“ hat der Gemeinde jetzt seine Entwürfe für den Umbau des Rathausplatzes vorgelegt. Diese greifen auch die Wünsche von Geschäftsleuten, Anwohnern und Bürgern auf.

Ein „attraktiver, stimmiger Stadtraum“ solle entstehen, „der die Kommunikationsrolle des Platztes stärkt“, heißt es im Erläuterungsbericht zu dem Entwurf. Mehr Platz für Treffen und Gespräche wird nach den Vorstellungen der Architekten zum Beispiel vor dem Eiscafé entstehen. Dazu müssen Autofahrer auf ein paar Parkbuchten verzichten: Aus bisher sieben Querstellplätzen werden drei Längsstellplätze. So verlagert sich der Fußweg nach außen und die Terrasse der Eisdiele verbreitert sich.

Zwei Stufen verbinden diese auf einer Länge von sieben bis acht Metern mit dem dann tiefer liegenden Gehweg. „So wird eine ebene Sitzfläche vor der Eisdiele geschaffen“, erklärt Wolfgang Spidlen, Fachbereichsleiter Planen und Bauen.

Für eine behindertengerechte Umgestaltung der Bushaltestellen hätten sich die Planer mit verschiedenen Behindertenverbänden abgestimmt, so Spidlen weiter. Ein Blindenleitsystem aus Noppen- und Rillensteinen in kontrastierenden Farben wird die Haltestellen mit dem Rathauseingang verbinden.

In der Mitte des Rathausplatzes soll die „Kiepenlisettken“-Figur auf einem zwölf Zentimeter hohen Sockel besser zur Geltung kommen. Daneben soll ein Quellbrunnen sprudeln. Dieser wird aus einem Vorratsbehälter in der Tiefgarage mit Wasser gespeist. Über eine Rinne auf dem Platz wird das Wasser zurück in den Vorratsbehälter fließen.

Die Rinne „bildet ein attraktives Platzelement für Erwachsene, aber vor allem auch ein Spielangebot für Kinder“, schreiben die Architekten in ihrem Erläuterungsbericht. Hellere und größere Betonpflasterplatten werden die Platzmitte zusätzlich von der übrigen anthrazitfarbenen Oberfläche absetzen.

Neben diesen festen Bestandteilen der Umbaupläne schlägt das Architektenbüro einige optionale Maßnahmen vor. So könnte das Volme-Ufer ruhiger gestaltet werden, indem die Betonmauern eine einheitliche Grauwacke-Verkleidung bekommen. Eine solche regen die Architekten auch für die Mauer der Volmebrücke sowie die Brüstungen der Tiefgaragenabgänge an. Damit letztere weniger dominant wirken, könnten sie außerdem eine „filigrane Glashaube“ aus einem Stahlrahmen mit vorgehängter Glasfassade bekommen.

Der Bau- und Planungsausschuss wird in seiner Sitzung am 9. September über die Pläne beraten. - Constanze Raidt

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