Rathausplatz: Aufstellen der Leuchtstelen

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Vom Hubwagen aus schiebt Jungkurth-Mitarbeiter Mijo Kegalj die rund 550 Kilogramm schwere Leuchtstele in die richtige Richtung, während sie vom Kran abgesenkt wird.

Schalksmühle - Mit einem Schwerlastkran und jeder Menge Feinarbeit am Boden wurden am Dienstag die sechs Leuchtstelen auf dem neuen Rathausplatz installiert. Jede Stele wiegt rund 550 Kilogramm – dementsprechend vorsichtig wurden die Stahlkolosse durch die Luft transportiert.

Von Alisa Kannapin

Die Stelen sind Maßanfertigungen des Schalksmühler Unternehmens Hoffmeister.

„Jetzt muss ich aufpassen, dass die Stele nicht wegrutscht.“ Marcus Herbergs sitzt im Schwerlastkran. Am Haken hat der Maschinenführer eine der sechs Leuchtstelen, die auf dem neuen Rathausplatz künftig für die richtige Lichtstimmung sorgen sollen. Eine Stele wiegt rund 550 Kilogramm.

Doch bevor der Stahlkoloss am Dienstag auf dem Platz in Position gebracht werden konnte, musste Herbergs die rund acht Meter hohe Leuchte erst einmal unbeschadet von der Lkw-Ladefläche heben. Während der Installation war die Bahnhofstraße am Dienstag in Höhe des Rathausplatzes halbseitig gesperrt.

Auf was er beim Transportieren der Stele achten müsse? „Auf alles“, sagt Herbergs und schmunzelt. „Ich muss beim Aufheben aufpassen, dass die Stele nicht ausschwenkt und beim Setzen, dass niemand verletzt wird.“ Doch auch den Verkehr hinter dem Kran muss Herbergs im Blick haben und überprüfen, wie weit sein Kontergewicht auf die Straße rein ragt.

Das Kontergewicht gleicht mit 6,7 Tonnen die Last am Haken aus. Bei der Arbeit muss Herbergs sehr aufmerksam sein, denn oft kommt es nur auf Zentimeter an. „Wenn man da müde dran geht oder mit Hektik, bringt das nichts.“

Während Marcus Herbergs damit beschäftigt ist, die Leuchtstele langsam auf den Rathausplatz abzusenken, stehen Mitarbeiter der Unternehmen Enervie und Jungkurth bereit, um die Leuchte passgenau auf die Gewindestangen zu setzen. Hier wird gezogen, dort gedrückt und immer wieder Handzeichen Richtung Schwerlastkran gegeben.

Als schwierigste Stelle erweist sich die Position direkt vor dem Rathauseingang. Denn die befindet sich am weitesten von der Bahnhofstraße weg und der Arm des Krans reicht nur gerade eben weit genug rüber.

Doch die Gewindestangen, auf die die Stele gestülpt wird, müssen nachjustiert werden. Eine Weile wird ausprobiert, doch es passt nicht. Also wird der Mast wieder angehoben. „Wenn die Stangen in den Beton gebohrt werden, kann sich da etwas verschieben“, erklärt Mijo Kegalj, der vom Hubwagen aus dabei hilft, die Stele in die richtige Richtung zu drücken.

„Das sind nur ein paar Zentimeter“, sagt Björn Karnbach, Projektleiter beim Unternehmen Jungkurth, das die Leuchten im Auftrag der Enervie installiert. Mit dem Hammer wird nachgeholfen und im zweiten Versuch passt es.

Aufstellung der Leuchtstelen auf dem Rathausplatz

Sind die Leuchten platziert, kommt die Feinarbeit. Anhand der Muttern unter der Platte wird die Stele genau angepasst und mit der Wasserwaage geprüft, ob sie gerade stehen. Schließlich wird der Raum unterhalb der Platte noch mit Mörtel verfüllt, damit die Leuchten einen festen Stand haben.

Die Stelen sind Maßanfertigungen des Schalksmühler Leuchtenherstellers Hoffmeister. Ein halbes Jahr dauerte die Produktion. Die Stelen wurden nach einer Idee von Helmut Wehrmeyer vom Lichtplanungsbüro „Licht/Raum/Stadt“ gestaltet. Dessen Kollege Bernd Lewerenz macht sich vor Ort selbst ein Bild von der Aufstellung der Stelen. „Die LED-Leuchten lassen sich dimmen, sodass auch Lichtszenen erstellt werden können. Am PC wurde vorher geplant, wie die LEDs ausgerichtet werden müssen, damit der Platz perfekt ausgeleuchtet wird“, erklärt Lewerenz.

Sind die Stelen fertig aufgestellt, bringt der Schalksmühler Elektrobetrieb Quenzel noch die Stromkästen an, mit denen die Stromversorgung bei Veranstaltungen auf dem Rathausplatz sichergestellt wird.

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