„Rathaus braucht frischen Wind“

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Das Rathaus muss dringend entstaubt werden, findet CDU-Ratsherr André Krause.

Schalksmühle - Niemand solle sich dazu hinreißen lassen, dem amtierenden Bürgermeister vorzuwerfen, er habe in seiner bisherigen Amtszeit nur Käse gemacht. Diesen Appell richtet André Krause, mit 23 Jahren jüngstes Mitglied im Schalksmühler Gemeinderat, an seine CDU-Ortsunion. Die will ihren Kandidaten Jörg Weber zur Wachablösung ins Rathaus pushen.

Doch die Regeln der Fairness seien das eine, die Überzeugung, dass ein neuer Bürgermeister her muss, das andere.

Er war gerade mal ein halbes Jahr CDU-Mitglied, da schaffte der Student der Betriebswirtschaft bei der Kommunalwahl 2009 über die Reserveliste den Einzug in den Schalksmühler Rat. Nun steht für André Krause der zweite Wahlkampf vor der Tür, bei dem er – anders als noch vor fünf Jahren – an zwei Fronten kämpfen muss. Im Wahlkreis 4 wird er nicht nur in eigener Sache um Stimmen werben, sondern zudem versuchen, den CDU-Bürgermeisterkandidaten Jörg Weber potenziellen Wählern schmackhaft zu machen.

Eingebrockt hat ihm diese Doppelbelastung ein Mehrheitsbeschluss des Schalksmühler CDU-Vorstands. Denn für die Christdemokraten gab es laut Krause zunächst durchaus mehrere Optionen, bis hin zur Unterstützung Jörg Schönenbergs. Nach einer Bedenkzeit und Abwägung aller möglichen Konsequenzen habe sich Jörg Weber schließlich für die Kandidatur entschieden und sei dann vom Vorstand der Ortsunion als Bürgermeisterkandidat bestätigt worden.

André Krause: „Ich halte das für gut und richtig. Denn der jetzige Bürgermeister, der seine Wurzeln in der Verwaltung hat, ist überwiegend damit beschäftigt, den Apparat in Ordnung zu halten. Ich möchte aber einen Bürgermeister haben, der politisch agiert, der auf die Menschen zugeht und sich deren Anliegen und Bedürfnissen nicht durch den Verweis auf knappe Kassen permanent entzieht. Ein Bürgermeister aus dem politischen Bereich würde mit Sicherheit frischen Wind bringen, neue Impulse setzen und die Menschen in Schalksmühle auf viel breiterer Front mitnehmen.“

Gleichwohl sagt auch Krause, dass professionelle Verwaltungsarbeit kein Pappenstiel und ein hohes Maß an Erfahrung der Grundstein für ein erfolgreiches Management des Rathauses sei. Zugleich verweist er aber darauf, dass CDU-Kandidat Weber durchaus Erfahrung in diesem Metier vorweisen könne. Andrè Krause: „Er ist verbeamtet und kennt aufgrund seiner gehobenen Position bei der Berufsfeuerwehr natürlich auch den gesamten Verwaltungsapparat. Und politische Erfahrung hat er als sachkundiger Bürger im Ausschuss für öffentliche Einrichtungen hier in Schalksmühle sammeln können.“

Mit dem Ruf nach Verwaltungsfachleuten für das Amt des Bürgermeisters tue er sich generell schwer und halte sogar rechtliche Bedenken für durchaus angebracht. Denn die strikte Trennung von Exekutive und Legislative dürfe dann zumindest in Zweifel gezogen werden. André Krause: „Ein Verwaltungsexperte kann doch gar nicht unbefangen etwa an notwendige Veränderungen oder einschneidende Reformen innerhalb eines Apparates, dem er selbst seit jeher angehört, herangehen. Niemand sägt doch den Ast ab, auf dem er vermeintlich sitzt. Das sieht bei der Kandidatur eines politisch geprägten Menschen doch völlig anders aus.“

An den zahlreichen Projekten, die während der nun zu Ende gehenden Legislaturperiode eingestielt worden seien, werde die CDU-Ortsunion auch nach der Kommunalwahl festhalten. Denn Krause würde es für töricht halten, den Eindruck zu erwecken, man müsse mit einem eigenen Bürgermeister alles, was es an kommunalpolitischen Vereinbarungen gebe, dann über den Haufen schmeißen. André Krause: „Das allerdings ändert nichts an meiner Überzeugung, dass das Schalksmühler Rathaus dringend entstaubt werden muss und unser Slogan für den Wahlkampf durchaus passend ist – Schalksmühle kann mehr!“ - En

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