Rainer Halverscheid zeigt Tonbildschau

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Der Schalksmühler Fotograf Rainer Halverscheid hat Bilder aus aller Welt zu einer surrealen Schau zusammengestellt.

Schalksmühle - In Bild und Ton entführte der heimische Autor und Fotograf Rainer Halverscheid am Freitagabend in „Surreale Welten“. Weit mehr Besucher als erwartet strömten zur eindrucksvollen Tonbildschau in die Kulturlounge ArtiS an der Bahnhofstraße – Sitzplätze waren bald schon Mangelware.

Zugleich erfreut und überrascht hieß der Schalksmühler zu seiner Schau willkommen, die das Unwirkliche im Wirklichen vor Augen führte. Ein faszinierendes Spiel von Licht, Farben und Musik zog die Zuschauer in die Welt des Absurden, Fantastischen und Traumhaften hinein.

Alle Bilder habe er mit der Kamera aufgenommen, erklärte Halverscheid. Allenfalls die Farbe habe er – sofern sie nicht surreal genug erschien – verändert oder verstärkt. So entstanden zum Beispiel glühend rote Wassermassen, die sich tosend in die Tiefe stürzen.

Vor allem im Einklang mit der Musik, die die Stimmungen der Fotos aufgriff, entfalteten diese eine frappierende Wirkung. Auf die Frage, wo seine Bilder entstanden seien, antwortete der Fotograf schlicht: „Überall.“ Schalksmühle war ebenso vertreten wie Brasilien, Kuba, Ägypten, Shanghai, Vietnam, Thailand, Japan, Dubai und viele andere Länder.

Durch ungewöhnliche Perspektiven, Nahaufnahmen, Überlappungen und Überschneidungen, Ausblendungen und Verwischungen veränderte Rainer Halverscheid die Sichtweise und ließ über gewohnte und ungewohnte Anblicke staunen. Gerade noch mit Betonwüsten beschäftigt, fand sich das Auge im nächsten Moment mit asiatischer Kampfkunst, moderner Kunst, Landschaftsidylle, bizarren Felsformationen, der ägyptischen Sphinx, dem Kiepenlisettken in extremer Großaufnahme oder dem Burj Al Arab, einem Wahrzeichen Dubais, konfrontiert. 

Großen Anteil an der Emotionalität der Schau hatte die Musik. Ruhige Stücke begleitete ruhige Bilder. Grelle, von Lärm und Hektik einer pulsierenden Großstadt erzählende Bilder gingen mit rhythmischen, anregenden Klängen einher.

Teilweise überlagerten sich die Stücke. Ohrwürmer wie Puccinis berühmte Arie „O Mio Babbino Caro“ aus der Oper „Gianni Schicchi“, von Anna Netrebko gesungen, den Klassiker „It’s a Man’s World“ in der einmaligen Konstellation von James Brown und Luciano Pavarotti, Hits von den Beatles, Musik von Dire Straits, Pink Floyd, Tears for Fears und anderen führte Halverscheid zu einer stimmungsvollen Klangcollage zusammen. Höchstes Lob erhielt er für seine imposante Tonbildshow von allen Seiten.

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