Rainer Halverscheid liest im „artiS“

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Angesichts der vielen Zuhörer sagte Rainer Halvrescheid, dass die Gemeinde eine Begegnungsstätte wie das „artiS“ wirklich braucht.

Schalksmühle - Mit Geschichten aus seinem Buch „Sauerländer sind so“, das das Klischee vom sturen Sauerländer auf bissig-amüsante Weise Lügen straft, und anderen Publikationen erheiterte der heimische Fotograf und Autor Rainer Halverscheid am Freitagabend in der Kunstgalerie „artiS“ sein Publikum.

Dass so viele Zuhörer gekommen seien, zeige, dass die Gemeinde eine derartige Begegnungsstätte wirklich braucht, so der Autor in seiner Begrüßung erfreut.

Heitere Geschichten aus seiner Schulzeit, über Schalksmühler Originale und spezielle Bahnhofsverhältnisse sowie Orte, die er im Zuge der Recherche zu seinem Sauerland-Buch besucht hatte, brachte Halverscheid zur Lesung mit. Zum Vortragen nahm er auf dem roten Sofa Platz.

„Alle Schulen, die ich je besucht habe, existieren nicht mehr“, resümierte der Schalksmühler trocken. „Die Schulgeschichten sind nur noch in meinen Gedanken vorhanden.“ Wie es war, als mit der Schulzeit für ihn der Ernst des Lebens begann, wusste er dennoch sehr genau. Von dem vornamenlosen Fräulein Meier, das so gern rauchte („In einer unschuldigen Epoche, als das Rauchen noch nicht schädlich war“), Mitschülern samt ihren Ecken und Macken, Bienen und Blumen sowie dem großen Vorteil, die Theorie auf einem Bauernhof aus sicherer Entfernung in Natura bei den Kühen zu sehen, war mit feiner Ironie zu hören.

Auch ein ernsteres Thema, die Gewalt an Schulen, gehörte in die Rubrik Schulerlebnisse. Allerdings war hier nicht von prügelnden Schülern, sondern von schlagenden Lehrern und schallenden Ohrfeigen die Rede. „Keiner kam auf die Idee, sich zu beschweren.“

Erinnerungen an den einstigen Kioskbesitzer Otto Schwarzlos, der auf dem Platz des heutigen Kreisels an der Hälverstraße/Bergstraße seinen Kiosk betrieb, weckte Rainer Halverscheid in seiner Lesung. Von seinen Reisen durchs Sauerland brachte der Autor Geschichten aus Wasserfall (Hochsauerlandkreis), das den höchsten natürlichen Wasserfall Nordrhein-Westfalens beherbergt, und Schmallenberg mit. „Fahren Sie ruhig mal da hin, aber lassen Sie es vorher ein bisschen regnen“, deckte er den kleinen, feinen Unterschied zwischen Rinnsal und Wasserfall auf.

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