Wichtiges Thema

Radwege sorgen für Diskussionen in Schalksmühle

Radwege bleiben ein wichtiges Thema in Schalksmühle.
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Radwege bleiben ein wichtiges Thema in Schalksmühle.

Radwege bleiben in der Gemeinde Schalksmühle ein wichtiges Thema, das auch für Diskussionen sorgt.

Schalksmühle – Auch die Mitglieder des Ausschusses für öffentliche Einrichtungen, Umwelt- und Klimaschutz beschäftigten sich in ihrer Sitzung am Montag mit dem Verkehrsentwicklungsplan der Gemeinde Schalksmühle. Einstimmig votierten die Mitglieder dafür, sich nach der ausführlichen Behandlung des Themas im Bau- und Planungsausschuss eine Woche zuvor dessen Beschlussempfehlung an den Rat weitgehend anzuschließen, da seitdem keine Gelegenheit bestanden habe, sich in den Fraktionen weitergehend mit dem Thema zu beschäftigen, wie Marc Fürst (SPD) betonte.

Mögliche Priorisierung

Manfred Trimpop (UWG) formulierte, basierend auf dem grundsätzlichen Beschluss des Bauausschusses, das Thema der Radwege insgesamt zu priorisieren, bereits einen Vorschlag für eine Reihenfolge. Vorrangig sei seiner Meinung nach die Verbindung zwischen Lüdenscheid, Heedfeld und Schalksmühle, gefolgt von dem Bereich von Stallhaus über Dahlhausen bis zum Flaßkamp, wo gerade Fußgänger stellenweise stark gefährdet seien.

An dritter Stelle sah Trimpop einen Radweg entlang der B54 als Alternative zum Volmetalradweg. Danach folgten der Bereich am Autobahnzubringer von Schnarüm Richtung Winkeln und wie in einem Vorschlag der CDU die Straße zwischen Kuhlenhagen und Linscheid.

Dieser von Trimpop vorgeschlagenen Priorisierung konnte sich Stefan Klotz (FDP) anschließen – abgesehen von der B54 als Alternative zum Volmetalradweg. „Den lassen wir da, wo er ist.“

Skepsis beim Volmetalradweg

Der Skepsis, dass der Volmetalradweg nicht wie geplant entlang der Bahntrasse realisiert werden könne, konnte sich auch sonst niemand anschließen. Trimpop äußerte die Vermutung, dass die Strecke nicht mehr nutzbar sein könnte, wenn die Bahn elektrifiziere. Regelrechte Empörung erntete er von Fachbereichsleiter Oliver Emmerichs. Dieser wisse nicht, woher die bereits im Bau- und Planungsausschuss vorgetragene Erkenntnis komme. „Der Volmetalradweg ist definitiv nicht tot. Das Projekt braucht Zeit, weil so viele Akteure beteiligt sind. Es ist absolut aus der Luft gegriffen, dass der Radweg nicht realisiert wird.“ Emmerichs bot an, in einer der nächsten Sitzungen einen Sachstandsbericht vorzulegen. Begrüßt wurde dies nicht nur von Trimpop, sondern auch von seinem UWG-Parteikollegen Ortwin Schmidt: „Wir haben lange nichts mehr darüber gehört.“

Bürgermeister Jörg Schönenberg betonte dazu, dass ein Radweg entlang der B54, wie von Trimpop vorgeschlagen, wegen der Nähe zur Volme gerade nach den Erfahrungen mit dem Hochwasser nicht realisierbar sei. Der Volmetalradweg dagegen sei für ihn auch eine „Herzensangelegenheit“.

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