15 Prozent Rabatt, aber unbekannter Liefertermin

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Raiffeisen-Markt In der Dönne: Weil es günstig für die Logistik im Winterdienst ist, hat die Gemeinde Schalksmühle einen der Silos für die Bevorratung von 50 Tonnen Streusalz gemietet. ▪

SCHALKSMÜHLE ▪ Von der mehr oder weniger zuverlässigen Beantwortung der Frage, wie das Wetter wird, lebt eine ganze Branche recht komfortabel. Die Antwort auf die Frage, wann die nächste Streusalzlieferung kommt, kennt dagegen niemand. Nicht mal Peer Heinzer, der als Bauhofleiter weiß, wie viel Salz er braucht, der rechtzeitig genug bestellt hat – und trotzdem warten muss.

„Wann die Lieferung kommt, ist weder planbar noch vorhersehbar“, sagte Heinzer auf Anfrage der Redaktion. Die Volmegemeinde hat sich einem Einkaufsverbund angeschlossen. Das hat den Vorteil um bis zu 15 Prozent günstigerer Preise, beinhaltet aber auch die bevorzugte Belieferung des Landesbetriebes Straßen.NRW. Der kümmert sich um die Autobahnen und Bundesstraßen – die müssen auch im Winter schwarz sein, der Verkehr muss fließen. Danach werden auf der Grundlage täglich abgefragter Füllstände aller am Einkaufsverbund beteiligten Kommunen Prioritäten für die Belieferung mit dem begehrten Streusalz vergeben.

Zum Beginn der Wintersaison hatte der Schalksmühler Bauhof seine Vorratslager gefüllt: 100 Tonnen fasst der Vorratsbehälter auf dem Bauhofgelände an der Hälverstraße; 25 Tonnen in Säcken lagerten in einer Halle des Bauhofes und mit 50 Tonnen war der Vorratsbehälter am Hülscheider Baum befüllt. Dort hat die Gemeinde auf dem Gelände des Raiffeisen-Marktes In der Dönne einen der beiden Silos gemietet. Das hat logistische Vorteile und spart Diesel, wenn die Fahrzeuge aus dem Höhengebiet zum Beladen mit Streusalz nicht wieder bis zum Bauhof fahren müssen.

„Unsere Vorräte sind nicht aufgebraucht, trotz der harten Wochen im Dezember“, sagte Heinzer. Die Streusalztonnage ist nach seinen Angaben auf die Hälfte gesunken. Die Bauhofmitarbeiter auf den Streu- und Räumfahrzeugen setzen das Abtaumittel dosiert ein; außerdem wird ein Gemisch aus Streusalz und einem abstumpfenden Mittel verwendet.

Bei der Erläuterung der speziellen Probleme und Aufgaben im Winterdienst hatte Heinzer kürzlich in einer Fachausschusssitzung auf eine Empfehlung des Landes hingewiesen. Danach sollten sich Kommunen für fünf Volleinsatztage mit Streusalz bevorraten. Für eine Kommune der Größe Schalksmühles würde das 350 Tonnen Salzvorrat bedeuten. Dafür gibt es jetzt und in nächster Zeit nicht genug Lagerkapazitäten. Im Ausschuss regte Peer Heinzer an, zumindest weitere 50 Tonnen an geeigneter Stelle zu bevorraten. Das wäre zumindest ein Schritt in Richtung Landesempfehlung und würde die Lage spürbar entspannen. ▪ bomi

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