Kommunikation lernen

Word-Camp: Projektidee für Holzhäuser am Jahnsportplatz

+

Schalksmühle - Für die Unterbringung von Flüchtlingen werden die Holzhäuser am Jahnsportplatz nicht mehr benötigt, aber es gibt Überlegungen, sie im kommenden Jahr für ein Projekt zu nutzen.

Anja Wolf, Fachbereichsleiterin Bildung, Kultur und Sport, hatte im Kulturausschuss in der vergangenen Woche von der Idee für ein sogenanntes Word-Camp berichtet, für das die leer stehenden Hütten genutzt werden könnten. 

Unter dem Titel Word-Camp hat das Kulturmanagement Oben an der Volme (OadV) zusammen mit dem Märkischen Kreis einen Antrag beim Landesförderprogramm Regionale Kulturpolitik (kurz RKP) gestellt. 

Kurzantrag wurde positiv bewertet 

Der dafür eingereichte Kurzantrag sei von der zuständigen Jury sehr positiv bewertet worden und habe eine hohe Punktzahl erreicht, berichtet Ulrike Tütemann, OadV-Kulturmanagerin, die nun einen ausführlicheren Antrag für die nächste Phase des Bewerbungsverfahrens vorbereitet. 

Das zwei- bis dreitägige Word-Camp soll, sofern der Projektantrag Erfolg hat, vor den Sommerferien 2019 stattfinden. Rund 30 junge Menschen – das Camp richtet sich an Auszubildende und Berufsschüler – sollen sich dabei mit zahlreichen Facetten der Kommunikation auseinandersetzen. Das Thema des Camps lautet „Die Macht der Worte“. 

Die Projektförderung durch das Programm RKP würde 50 Prozent betragen, die restliche Summe verteilt sich auf die OadV-Kommunen und den Märkischen Kreis. 

Fähigkeiten zur Kommunikation stärken 

„Wir streben auch eine Zusammenarbeit mit der Wirtschaft an, weil sich das Camp an Auszubildende richtet“, sagt Kulturmanagerin Tütemann. Die Inhalte des Camps sollen den Teilnehmern aber nicht nur im Berufsleben, sondern auch in allen anderen Bereichen nützen. 

Geplant sind Workshops unter der Leitung von Künstlern und Experten unterschiedlichster Sparten: Poetry Slam, Improvisationstheater, Stimmbildner, Journalisten. „Die Profis sollen den Jugendlichen und jungen Erwachsenen in unterhaltsamer Form die Bedeutung von verbaler und nonverbaler Konversation nahe bringen“, heißt es dazu in dem Kurzantrag. 

Nachhaltige Fortsetzung möglich

Im Rahmen des Projekts sollen die Kommunikationsfähigkeit und die Kommunikationskompetenz der Teilnehmer gestärkt werden. Dabei sollen sie unter anderem etwas darüber lernen, was sie mit ihrer Stimme, mit Worten und Gesten erreichen, wie sie auf andere wirken. Auch wie sie am besten mit Kollegen, Vorgesetzten, Lehrern und Kunden kommunizieren und auf Kritik reagieren, soll thematisiert werden. 

Bei einer positiven Bewertung des Projektes soll laut Antragstext auch eine nachhaltige Fortsetzung ins Auge gefasst werden. Noch sei aber alles unter Vorbehalt der endgültigen Jury-Entscheidung über das Projekt, betont Kulturmanagerin Tütemann. 

Dass ein Projekt in den Holzhäusern geplant werde, während im Ausschuss für Öffentliche Einrichtungen davon die Rede war, nach Möglichkeiten zu ihrer Vermarktung zu suchen, ist für Fachbereichsleiterin Wolf indes kein Widerspruch. „Im Moment spielt sich in den Häusern ja gar nichts ab, sie stehen seit dem Bau ungenutzt und leer.“ 

Projektidee ein Zufallstreffer 

Die 16 jeweils 60 Quadratmeter großen Holzhütten waren 2016 errichtet worden in der Annahme, dass auch nach 2015 große Zahlen von Geflüchteten untergebracht werden mussten. Letztlich wurden die Hütten dann aber gar nicht gebraucht. „Die Projektidee war da ein Zufallstreffer“, sagt Wolf, das Word-Camp sei daher eine Nutzungsmöglichkeit für den Übergang.

 „Wenn wir bis dahin ein besseres Konzept finden, um sie nachhaltig zu nutzen, machen wir das.“ Und wenn jemand der Gemeinde vorher die Häuser abkaufe, würde das Camp dann woanders stattfinden, sagt die Fachbereichsleiterin.

Jahnsportplatz: "Hütten sollten nicht leerstehen"

Leerstehende Holzhäuser könnten zum Feriencamp werden

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren: Auf come-on.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare