Update am Fahrkartenautomaten

Deutsche Bahn macht Fehler: Keine Tickets für Bahnfahrer

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Am Bahnhof in Schalksmühle konnten Kunden bis Freitag keine Tickets am Automaten kaufen.

Schalksmühle/Dahlerbrück - Fahrgäste der Deutschen Bahn (DB) konnten in den vergangenen Tagen kein Ticket an den Bahnhöfen in Schalksmühle und Dahlerbrück kaufen. Das sorgte für Verärgerung bei den Kunden.

„Ich werde in Kürze abgebaut“ – diese Info stand in den vergangenen Tagen auf dem Display des Fahrkartenautomaten der Deutschen Bahn sowohl am Bahnhof in Schalksmühle als auch in Dahlerbrück. Hingewiesen wurde außerdem auf die App, in der Tickets online erworben werden können. 

Und wer kein Smartphone mit Internetzugang hat? Für den gibt es am Bahnhof im Ortskern noch eine Alternative: In dem Kiosk im Rewe-Markt in der Nähe des Bahnsteigs können Zugtickets gekauft werden – allerdings eingeschränkt von 8 bis 20 Uhr. Wer sonntags, spätabends, nachts oder frühmorgens mit dem Zug fahren möchte, bekam vor Ort keine Fahrkarte. Das sorgte für Aufregung bei Pendlern & Co. 

„Ich werde in Kürze abgebaut“ – das stand auf den Fahrkartenautomaten an den Bahnhöfen in Schalksmühle und Dahlerbrück.

Doch was war der Grund? Auf Nachfrage bei der Deutschen Bahn, spricht eine Pressesprecherin von einer verlorenen Vertriebsausschreibung. Seit dem Fahrplanwechsel am 15. Dezember 2019 sei die Transdev GmbH für die Vertriebsdienstleistungen im Schienenpersonennahverkehr im Verkehrsverband Rhein-Ruhr (VRR) zuständig. Auf Nachfrage bei Transdev stellt sich heraus, dass die GmbH gar nicht der Aufgabenträger ist. Der Nahverkehr Westfalen-Lippe (NWL) sei zuständig, heißt es aus der Pressestelle von Transdev. 

Unklarheiten über Bereichseinteilung

Grund für die Unklarheit ist der Bereich, in dem die Bahnhöfe Schalksmühle und Dahlerbrück liegen. Sie liegen nicht mehr im VRR-Gebiet. Das beginnt erst mit dem Bahnhof Rummenohl, der der nächste Halt nach Dahlerbrück in Richtung Hagen ist. Schalksmühle und Dahlerbrück gehören zum NWL. Das bestätigt auch Uli Beele, Pressesprecher von NWL. Er bestätigt außerdem, dass DB Vertrieb weiterhin Vertriebspartner von NWL bleibe. Denn DB Vertrieb habe die Ausschreibung für die Vertriebsdienstleistungen im Personennahverkehr erneut gewonnen. Deshalb sei ein „willkürlicher Abbau“ der Fahrkartenautomaten nicht geplant, sagt Beele. Er kann sich den Ausfall der Automaten nicht erklären. 

Am Freitagmittag gibt es dann die Antwort: „Die Automaten bleiben, sie werden nicht abgebaut“, sagt Hannah Lenkeit, Pressesprecherin der Deutschen Bahn. Die Meldung des Abbaus auf den Displays der Automaten ist falsch. Die Geräte an den Bahnhöfen in Schalksmühle und Dahlerbrück wurden in ein Softwareupdate mit einbezogen, das aufgrund der Abgabe der Zuständigkeit an Transdev im VRR-Bereich auf einige Automaten gespielt wurde, erklärt Lenkeit. Da Schalksmühle nicht in diesem Bereich liegt, ist das ein Fehler gewesen. Der Fehler soll schnellstmöglich behoben werden, hieß es. Techniker würden sich um die Fahrkartenautomaten kümmern und ein entsprechendes Update aufspielen. Das ist auch am Freitag noch geschehen. 

Gute Nachricht für Bahnkunden

Um etwa halb zwei am Nachmittag verkündet Hannah Lenkeit, dass die Automaten wieder laufen würden und von den Kunden genutzt werden könnten. Erst im Sommer 2019 gab es Probleme mit einem Fahrkartenautomaten. Am Bahnhof in Dahlerbrück konnte das Gerät etwa zwei Monate – vom 11. Juli bis zum 11. September – nicht genutzt werden. Der Grund: Das Display war beschädigt. Vandalismus war die Ursache. Die Reparatur hat aufgrund der Ersatzteilbeschaffung zwei Monate in Anspruch genommen, hieß es damals.

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