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Problem in Schule: PCR-Tests nicht angekommen

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Von: Sarah Reichelt

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Corona, Schnelltest, Schulen
Solche Antigen-Schnelltests kommen an der Primusschule derzeit für alle Schüler zum Einsatz. © Friso Gentsch

Die neue Teststrategie, die nach den Ferien an den Schulen in Nordrhein-Westfalen greifen sollte, ist in Schalksmühle reichlich holprig angelaufen.

Schalksmühle – Während die Grundschule Spormecke einen reibungslosen Start vermelden konnte, war das „es läuft prima“ von Astrid Bangert, Schulleiterin der Primusschule, absolut ironisch gemeint. Denn am Löh konnten keine PCR-Tests durchgeführt werden: „Wir haben keine Lieferung erhalten.“

Das Kollegium hat also umgeschaltet und stattdessen alle Schüler, auch die vollständig Geimpften und Genesenen am Montag mit den Antigen-Schnelltests getestet, die eigentlich erst ab dem siebten Schuljahr vorgesehen sind. Immerhin: Alle Tests waren am Montag negativ. Solange das Labor in Leverkusen, mit dem die Schule bei den Testungen zusammenarbeitet, keine neuen PCR-Tests für die Jungen und Mädchen der Primarstufe liefert, soll das Verfahren erstmal weiter so laufen. Das bedeutet aber auch, alle Schüler der Primusschule dreimal wöchentlich zu testen während für die jüngeren nur zwei PCR-Tests in der Woche erforderlich sind.

Schnelltests statt PCR-Test

Dass das überhaupt möglich ist, ist dem Umstand zu verdanken, dass die Primusschule rechtzeitig der Aufforderung nachgekommen ist, einen Vorrat anzulegen: „Wir hatten Glück, dass wir relativ viele Antigen-Tests auf Lager haben“, sagte Astrid Bangert. Aber endlos sei der auch nicht, wenn jede Woche fast 1000 zusätzliche Testungen nötig sind. 320 Schüler besuchen an der Primusschule die Jahrgänge eins bis sechs. Für diese sollte nach Weihnachten eigentlich die neue Teststrategie greifen.

Wie bereits gewohnt, gibt es die Poolproben mittels Lolli-Test. Gleichzeitig soll jedes Kind eine Einzelprobe abgeben, die mit einen Code versehen wird. Wenn ein Pool einen positiven Test aufweist, kann das Labor so direkt ermitteln, wen das betrifft und über die zum Code hinterlegten Daten die Eltern noch am selben Tag informieren. Soweit die Theorie. Aber trotz aller Vorbereitungen und der hinterlegten Daten müssen, so erklärt Astrid Bangert, die zwölfstelligen Codes für jedes Einzelteströhrchen handschriftlich übertragen werden. Außerdem basieren die für das Labor hinterlegten Kontaktdaten der Eltern auf den Daten, die im Sekretariat der Schule bekannt sind. Aus der Erfahrung weiß die Schulleiterin, dass nicht alle Eltern immer sofort neue Handynummern mitteilen.

Auch wenn sie die Idee begrüßt, dass damit die Schulleitung davon befreit ist, mitunter bis spätabends aus Testergebnisse zu warten und gegebenenfalls noch zu reagieren, ist sie skeptisch, ob das alles funktionieren wird.

Neue Teststrategie

Von der Grundschule Spormecke dagegen berichtet Schulsekretärin Astrid Kusanke, dass auch mit der neuen Teststrategie alles einwandfrei läuft. „Wir haben ein Testzentrum erwischt, mit dem ich ganz glücklich bin.“ Schon vor den Ferien sei die Lieferung der Tests angekommen, sodass zum Schulstart am Montag alle Kinder getestet werden konnten. Alle Tests des ersten Schultages waren negativ.

Ab Mittwoch soll es an der Spormecke wieder im bereits gewohnten Test-Rhythmus weiter gehen: montags und mittwochs wird das dritte und vierte Schuljahr getestet, dienstags und donnerstags das erste und zweite Schuljahr.

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