Endspurt für Theaterwerkstatt - Premiere am 2. November im PZ

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Das gesamte Ensemble der Theaterwerkstatt ist gespannt, wie das Publikum bei der Premiere des Stücks „Terror“ im PZ am 2. November entscheiden wird.

Schalksmühle - „Der Ausgang des Stücks kann jeden Abend anders sein.“ Gespannt sieht die Theaterwerkstatt Schalksmühle dem Publikumsvotum am Ende ihres neuen Stücks „Terror“, das am Samstag, 2. November, im Pädagogischen Zentrum (PZ) der Primusschule Premiere feiert, entgegen.

„Wir lassen die Zuschauer Abend für Abend abstimmen“, erklärt Uwe Baumann, der in dem Gerichtsdrama von Ferdinand von Schirach den Richter spielt. „Wir sind gespannt, wie die Urteile lauten.“ Die Zuschauer entscheiden, ob der Angeklagte Lars Koch, gespielt von Hendrik vom Heede, schuldig gesprochen wird oder den Gerichtssaal mit einem Freispruch verlässt. 

Mit seiner eigenmächtigen Entscheidung, ein von Terroristen gekapertes Passagierflugzeug abzuschießen, tötete der Pilot eines Kampfjets der Bundeswehr 164 Passagiere, rettete jedoch 70 000 bedrohten Fußballfans, die Ziel des Terroranschlags waren, das Leben. Vor Gericht muss sich der Major für sein Handeln in einer schier ausweglosen Ausnahmesituation verteidigen. Im Wissen, dass der Abschuss der Maschine alle Passagiere in den Tod reißt, setzte sich Koch letztlich über den Befehl seiner Vorgesetzten hinweg – und drückte auf den Knopf. 

Publikum spielt entscheidende Rolle

Major: War die Entscheidung richtig?

Es ist ein aufrüttelndes, bewegendes Stück, das die Theaterwerkstatt an alter Wirkungsstätte zur Aufführung bringt. Ein Gerichtssaal, nüchtern und zweckmäßig eingerichtet, bildet die Kulisse für die alles entscheidende Frage nach der Würde des Menschen, Anklage, Verteidigung und Urteilsfindung, bei der das Publikum mit seinem Votum die entscheidende Rolle spielt. „Was geschieht, wenn der Terror unseren Alltag beherrscht? Darf die Würde des Menschen angetastet werden, wenn dadurch vermeintlich mehr Menschen gerettet werden können? Wer entscheidet auf welcher Grundlage über Leben und Tod?“, sind Fragen, die das Stück aufwirft. 

Ohne ihren bewährten Regisseur – Reinhard Meyer steht dem Ensemble aufgrund der derzeitigen Personalnot im Kulturhaus diesmal nicht zur Verfügung – erarbeitet die Theaterwerkstatt ihr neues Stück in Gemeinschaftsarbeit. 

Originalroben müssen noch abgeholt werden

Jeder bringt Ideen in die Inszenierung ein. Bei Anke Schneider, die gleichsam das letzte Wort hat, laufen die Fäden zusammen. Als Souffleuse ist Miriam Baumann mit von der Partie. Kurz vor der Premiere laufen die Proben auf Hochtouren. „Wir machen jetzt nur noch komplette Durchläufe“, erklärt Uwe Baumann. Was momentan noch fehlt, ist die Technik. Auch die Originalroben, in denen das Ensemble spielen wird, müssen noch abgeholt werden. 

In weiteren Rollen Sven Schneider als Rechtsanwalt Biegler, Anne Chmielek als Protokollführerin, Simone Thewes als Staatsanwältin, Claudia Baumann als Nebenklägerin und Ehefrau eines getöteten Passagiers, Felicitas von Biedersee als Oberstleutnant Lauterbach (Zeuge) und Benjamin von Biedersee als Gerichtsdiener spielt das Ensemble sein Gerichtsdrama insgesamt viermal. Nach der Premiere am 2. November (18 Uhr) ist Schirachs „Terror“ am 3., 16. und 17. November – jeweils ab 18 Uhr – im PZ der Primusschule zu sehen. Veranstalter der Aufführungen ist die Gemeinde Schalksmühle.

Tickets

Der Eintritt beträgt 12 Euro, ermäßigt sind es 9 und 6 Euro. Karten sind im Bürgerbüro im Rathaus der Gemeinde Schalksmühle oder über den Online-Ticketshop auf der Homepage der Gemeinde unter www.schalksmuehle.de erhältlich.

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