Primusschule: Neubau nimmt Gestalt an

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So könnte der Neubau im dritten Bauabschnitt der Primusschule aussehen – hier der Blick vom Schulhof aus. Die Fenster sind in den Farben des Schullogos gehalten. Rechts, angrenzend an den alten Gebäudebestand, der im zweiten Bauabschnitt gerade saniert wird, die Mensa mit ihrer Glasfassade.

Schalksmühle - Die Grundsatzentscheidung, ob der dritte Bauabschnitt der Primusschule als Neubau oder Umbau des Hauses zwei im Schulzentrum Löh umgesetzt wird, muss von den politischen Gremien der Volmekommune noch getroffen werden.

Wie ein möglicher Neubau aussehen könnte, wurde den Mitgliedern des Bau- und Planungsausschusses in der Sitzung am Montag im Ratssaal aber schon einmal vorgestellt.

„Alles, was sich vorher ausgedacht wurde, kann auch so umgesetzt werden“, verkündigte Christoph Feld vom zuständigen Architekturbüro Fun aus Herford die beste Nachricht gleich zu Beginn. Nach einer Machbarkeitsstudie im September mit ersten groben Skizzen zeigte Feld den Ausschussmitgliedern jetzt erstmals genaue Entwürfe des Millionenprojekts.

Die exakte Höhe der Kosten für einen Neubau im dritten Bauabschnitt konnte das Büro allerdings noch immer nicht vorlegen, so dass der Ausschuss letztlich auch keine Empfehlung an den Rat für oder gegen den Neubau geben konnte und die Ausführungen Felds nur zur Kenntnis nahm. Die Kostenrechnung soll nun in Kürze nachgeliefert werden. Bei der Vorstellung der Machbarkeitsstudie vor ziemlich genau zwei Monaten lag der finanzielle Unterschied zwischen einem Neu- und einem Umbau im Bestand bei rund 180 000 Euro. Diese höhere Summe für den Neubau würde sich aber voraussichtlich bereits nach der Hälfte der Nutzungsdauer wegen einer besseren Folgekostenprognose amortisieren, hieß es damals.

Begeisterung über den Entwurf

Obwohl die Ausschussmitglieder weiter auf ein umfassendes Zahlenwerk warten müssen, zeigten sich viele begeistert vom Entwurf des Neubaus, der vor allem in den Punkten Unterhaltung, Pädagogik und Städtebau punkten kann. Nach dem Abriss des Bestandsgebäudes und der Hausmeisterwohnung würde der Neubau städtebaulich unmittelbar an die Straße Löh grenzen und dadurch deutlich mehr Präsenz zum öffentlichen Raum erhalten. Verbessern würde sich laut Feld dadurch auch die Eingangssituation. Für die Schüler sei vor allem die Verlagerung des Schulhofs ein großes Vorteil. Dieser ist nach den neuen Plänen nämlich in den Schulkomplex eingebettet und so vor äußeren Einflüssen geschützt.

Pädagogisch soll der Neubau ebenfalls Maßstäbe setzen. Statt des sehr verwinkelten Gebäudes bisher, setzt Feld auf eine klare Orientierung für die Schüler durch Achsen, auf eine starke Struktur aus Klassen- und Differenzierungsräumen und überdachte Pausen- sowie Sitzflächen.

Vollständige Barrierefreiheit

Ein weiteres Plus ist für Feld die vollständige Barrierefreiheit. Zudem sei die Belieferung der Küche ebenerdig möglich und im gesamten Komplex würden sich energetische Einsparpotenziale ergeben und die Unterhaltung könne effizienter bewerkstelligt werden.

1600 Quadratmeter auf zwei Etagen

Entstehen sollen auf zwei Etagen und insgesamt knapp 1600 Quadratmeter unter anderem elf Klassen- und sechs Differenzierungsräume. Herzstück des neuen Gebäudes werde aber die Mensa sein, die sich mit ihrer Raumhöhe über beide Etagen erstreckt, über eine gebogene Glasfassade zum Schulhof verfügt und neben der Versorgung der Schüler auch ein Raum für Versammlungen und Veranstaltungen werden soll. Als besonderes „Bonbon“ soll am hinteren Ende des Schulhofs zur Feuerwehrzufahrt hin eine Stufenanlage als „Mini-Amphitheater“ (Feld) entstehen. „Die Schüler können dort verweilen und den ganzen Hof überblicken. Oder die Lehrer können den Ort als grünes Klassenzimmer nutzen. Da sind der Kreativität praktisch keine Grenzen gesetzt“, sagte Feld abschließend.

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