Primusschule: Hauptausschuss spricht sich für Neubau aus

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So soll der Neubau der Primusschule im dritten Bauabschnitt aussehen.

Schalksmühle - Der dritte Bauabschnitt der Primusschule soll als Neubau realisiert werden. Diese Empfehlung an den Rat sprachen die Mitglieder des Hauptausschusses in ihrer Sitzung im Rathaus einstimmig aus und setzten damit einmal mehr ein deutliches Signal der großen Unterstützung der noch recht neuen Schulform in der Volmekommune.

Ausschlaggebend für das „Ja“ zum Neubau, der nach Berechnungen des zuständigen Architekturbüros Fun aus Herford 4,996 Millionen Euro kosten soll, waren für die Ausschussmitglieder die vielen Vorteile in der täglichen Nutzung wie eine vollständige Barrierefreiheit, eine klare Gebäudestruktur oder ein geschützter Schulhof.

Neubau günstiger bei den Folgekosten

Deshalb entschieden sich die Politiker gegen einen Umbau samt Erweiterung des Hauses zwei im Schulzentrum Löh, der – nach Fun-Zahlen – etwa eine Viertelmillionen Euro weniger kosten würde, dafür allerdings auch in der jährlichen Unterhaltung teurer wäre. Für den Neubau müssen nun das Bestandsgebäude sowie die Hausmeisterwohnung abgerissen werden.

„Die aufgeführten Vorteile rechtfertigen den Neubau, ja fordern ihn fast. Wir in der Fraktion sind überzeugt von dem Entwurf des Neubaus“, sagte Lutz Schäfer, Fraktionsvorsitzender der SPD. Klaus Nelius, Fraktionsvorsitzender UWG, sprach ebenfalls von einem überzeugenden baulichen Konzept und nannte die Primusschule das wichtigste Projekt der vergangenen Jahre und ein Leuchtturm-Projekt mit Strahlkraft für die gesamte Region, „das einen Neubau mehr als rechtfertigt“.

Ratstrakt: Deutliche Einsparungen

Auf deutliche Einsparungen bei der geplanten Sanierung des Ratstraktes im kommenden Jahr einigten sich die Ausschussmitglieder fraktionsübergreifend als Empfehlung an den Rat. Von ursprünglich gut 500 000 Euro für den Umbau des Ratssaals und des angrenzenden Sitzungszimmers inklusive Medientechnik und Möblierung sowie des Foyers und der Toilettenanlage sollen maximal 380 000 Euro übrig bleiben. Damit wäre die Maßnahme praktisch kostenneutral für den gemeindlichen Haushalt 2016, weil in dieser Höhe in den vergangenen Jahren bereits finanzielle Rückstellungen gebildet worden sind.

Seit 35 Jahren fast unverändert

Deshalb sollen in einem ersten Schritt ausschließlich die notwendigen Reparatur- und Instandhaltungsarbeiten im Ratssaal und Sitzungszimmer – beide Räume wurden seit der Einweihung des Rathauses vor rund 35 Jahren nahezu nicht verändert – ausgeführt, die Modernisierung des Foyers sowie die Toilettenanlage zurückgestellt werden.

Einigkeit herrschte ebenfalls darüber, die reinen Baukosten möglichst so weit zu reduzieren, dass von der Rückstellung auch noch neue Medientechnik und neues Mobiliar für beide Räume angeschafft werden kann. Allein für die Medientechnik wurde in der bisherigen Berechnung eine Summe von etwa 80 000 Euro veranschlagt.

„Wir machen nur die notwendigen Reparaturen und koppeln den Rest davon ab“, sagte beispielsweise Bernd Müller von der UWG. Bürgermeister und Ausschussvorsitzender Jörg Schönenberg sprach von Instandsetzungsarbeiten.

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