Dritter Bauabschnitt kostet fast fünf Millionen Euro

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Knapp fünf Millionen Euro soll der Neubau im dritten Bauabschnitt der Primusschule kosten.

Schalksmühle - Ein Neubau im dritten Bauabschnitt der Primusschule kostet knapp fünf Millionen Euro. Diese Zahl errechnete jetzt das zuständige Architekturbüro Fun aus Herford für die Sitzung des Hauptausschusses am Montag, 30. November, ab 16.15 Uhr im Ratssaal des Rathauses.

Die Alternative, eine Erweiterung sowie Umbau und energetische Sanierung des Hauses zwei im Schulzentrum Löh, das für einen Neubau ebenso wie die Hausmeisterwohnung abgerissen werden müsste, würde die Gemeinde nach Berechnungen des Architekturbüros 4,75 Millionen Euro und damit rund eine Viertelmillionen Euro weniger kosten.

Bei der Vorstellung einer Machbarkeitsstudie zu einem Neubau im dritten Bauabschnitt im September waren die Experten bei einer ersten groben Schätzung von einer Differenz in Höhe von etwa 180 000 Euro ausgegangen.

Kaum Unterschiede bei den Folgekosten

Kaum unterscheiden würden sich beide Gebäude bei den von Fun ebenfalls ermittelten jährlichen Folgekosten. Bei einem angenommenen Zinssatz von zwei Prozent würden diese für einen Neubau bei etwa 135 000 Euro liegen, für den sanierten Altbau bei 140 000 Euro. Denn die Rohbausubstanz des Bestandsgebäudes sei sehr gut. Nach der umfassenden Sanierung käme laut Architekturbüro durchaus noch eine Restnutzungsdauer von 70 Jahren in Betracht, die sich damit kaum von der Nutzungsdauer des Neubaus (80 Jahre) unterscheidet.

Vorteile liegen in der Funktionalität

Die Vorteile des Neubaus, der mit 1579 Quadratmetern rund 50 Quadratmeter effizienter ausfallen würde als das sanierte Bestandsgebäude, wären vor allem in der täglichen Nutzung und Funktionalität zu sehen. So garantiert der Neubau unter anderem eine vollständige Barrierefreiheit, eine gute Orientierung im Gebäude dank klarer Achsen, eine starke Struktur aus Klassen- und Differenzierungsräumen oder einen geschützten Schulhof.

Die Mitglieder des Hauptausschusses geben mit ihrer Entscheidung für oder gegen den Neubau zunächst eine Empfehlung an den Rat, der die Millioneninvestition endgültig absegnen muss. Nach den Eindrücken der vergangenen Sitzungen dürfte sich in beiden Gremien eine deutliche Mehrheit für einen Neubau finden.

Auch Ratstrakt-Umbau wird thematisiert

Ebenfalls auf der Tagesordnung steht die geplante Modernisierung und Umgestaltung des Ratstraktes im kommenden Jahr für knapp 500 000 Euro, die öffentlich sehr kontrovers diskutiert wird. Bekanntlich sollen der Ratssaal, das angrenzende Sitzungszimmer, das Foyer und die Toilettenanlage umfassend auf Vordermann gebracht werden. Der Bau- und Planungsausschuss hatte sich im Oktober mehrheitlich für die Sanierung ausgesprochen, die CDU-Fraktion gegen den Beschlussvorschlag gestimmt und dies mit der angespannten gemeindlichen Haushaltssituation erklärt. Nach dem Hauptausschuss liegt auch für den Umbau des Ratstraktes die finale Entscheidung in den Händen des Gemeinderates.

Entscheidung über Anbau

Mit der Verdopplung der Kosten auf 300 000 Euro für den Anbau an das Feuerwehrgerätehauses Dahlerbrück befasst sich jetzt auch der Hauptausschuss. Am vergangenen Montag hatten die Mitglieder des Bau- und Planungsausschusses nach intensiven Diskussionen einen Grundsatzbeschluss gefasst, den Anbau errichten lassen zu wollen, das zuständige Architekturbüro aber zugleich aufgefordert, kostengünstigere Alternativen zum vorgeschlagenen Kalk-Sandstein-Massivbau vorzulegen, um die Bausumme zu senken.

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