Neues OGS-Konzept an der Primusschule

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Anja Wolf, Fachbereich Schule, Johannes Amft, stellvertretender Awo-Geschäftsführer, Astrid Bangert, Schulleiterin der Primusschule, Birgit Buchholz, Awo-Geschäftsführerin, und Bürgermeister Jörg Schönenberg freuen sich über die gute Zusammenarbeit.

Schalksmühle - Anfang August fand bekanntlich an der Primusschule ein Wechsel im offenen Ganztagsbereich statt. Das SOS-Kinderdorf verließ das Schiff, dafür kam die Arbeiterwohlfahrt (Awo) als Träger an Bord. Nun soll auch das Konzept geändert werden.

Das Betreuungsangebot wird mit „Leben gefüllt“, sagt Bürgermeister Jörg Schönenberg als Schulträger. Nach vier Jahren findet ein Umbruch an der Schule statt. 

Doch alle Beteiligten sind froh über die neuen Aufgaben. „Wir freuen uns, an der Primusschule tätig zu werden. Das war schon ein kleiner Überfall für uns. Das ist ambitioniert, in so kurzer Zeit die Vorarbeiten zu erledigen. Doch wir haben es geschafft“, sagt Johannes Amft, stellvertretender Geschäftsführer der Awo Unterbezirk Hagen/Märkischer Kreis. 

„Es ist ein einheitliches Bild entstanden“ 

Die Verwaltung schätzt die Awo als Partner, dass verdeutlicht Jörg Schönenberg: „Die Arbeiterwohlfahrt ist in Schalksmühle verankert. Es ist ein einheitliches Bild entstanden mit den Engagements in der Kita, an der Grundschule Spormecke, in der Erziehungsberatungsstelle Meinerzhagen und beim Seniorentreff.“ 

Den Zeitdruck bei der Umsetzung des Wechsels und der Aufstellung des neuen Konzeptes habe man sich selbst gesetzt. Man wolle nun die Bindung zwischen Lehrern, Erziehern und Kindern stärken, sagt der Bürgermeister. Personell sei man momentan schon gut aufgestellt – trotz der Problematik auf dem Fachkräfte-Markt. 

„Die Awo legt die Arbeitsverträge auf lange Zeit an, damit sie nicht mit befristeten Verträgen arbeiten muss“, erklärt Jörg Schönenberg. 

Standards bei der Betreuung festlegen 

„Es ist uns ein wichtiges Anliegen an die Eltern, dass diese Beruf und Familie miteinander vereinbaren können“, betont Birgit Buchholz, Awo-Geschäftsführerin. Deshalb müsse man Standards bei der Betreuung verbindlich festlegen. Das habe sich mit dem Trägerwechsel nicht geändert, ergänzt der Bürgermeister. 

Gesetzlich ist das bisher nicht der Fall, die Ausrichtung der OGS gestaltet sich in Nordrhein-Westfalen sehr unterschiedlich. Grundsätzlich möchte man an der Primusschule die Erzieher einbinden, um so mehr Sicherheit und Verlässlichkeit für die Eltern, die Awo und auch die Schule zu schaffen. „Das hat Priorität in der Gemeindeverwaltung.“ Die OGS dürfe keine reine Verwahrung der Kinder sein. Es müsse qualitative Angebote geben. „Immerhin haben wir einen Bildungs- und Erziehungsauftrag zu erfüllen“, sagt Birgit Buchholz. 

Wie gut die bisherige Zusammenarbeit mit der Awo klappt, schildert die Schulleiterin der Primusschule Astrid Bangert: „Hervorragend. Susanne Berndt, die Koordinatorin im Bereich Schulbetreuung, steht uns mit ihren Fachexpertisen zur Seite. Wir sind dankbar, dass wir nun ins neue Schuljahr starten können, und froh, dass der Übergang vom SOS-Kinderdorf zur Awo geklappt hat.“ 

Zusammenarbeit von Lehrern und Erziehern 

Nun müsse man schauen, wie Lehrer und Erzieher zusammenarbeiten. „Die ganze Schule muss sich weiterentwickeln. Ein wesentlicher Bestandteil ist die Betreuung im Sekundarbereich I. Dort sind wir an der Förderung ,Geld oder Stelle‘ beteiligt.“ 

Auch im Bereich Schulsozialarbeit agiere man gemeinsam. So soll eine Landesstelle im Rahmen der sogenannten BuT-Beratung entstehen, die durch Mittel aus dem Bildungs- und Teilhabepakets der Bundesregierung weitere Betreuungsangebote ermöglichen soll.

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