Fremdsprache

Chinesisch für Anfänger

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Mit viel Spaß und in lockerer Atmosphäre lernen die Stufe-II-Schüler der Primusschule einmal in der Woche außerhalb der regulären Schulzeit Chinesisch.

Schalksmühle - Fremdsprachenunterricht der Stufe-II-Schüler der Primusschule: Die Viert- bis Sechstklässler lernen sich vorzustellen, zu begrüßen oder auch Grammatikübungen zu bestehen. Das klingt zunächst einmal nicht ungewöhnlich. Wohl aber, dass das Ganze in Chinesisch erfolgt.

Noch bis Ende November haben einige Primusschüler die Gelegenheit, in die für sie zuvor völlig ungewohnte Sprache hineinzuschnuppern. Möglich macht dies Wen-Hua Zhang. Die Taiwanesin kam über ein internationales Austauschprogramm des Rotary-Clubs Anfang September nach Schalksmühle, lebt dort bei der Gastfamilie Schriever und verbringt ihre Vormittage von Montag bis Freitag an der Primusschule, wo sich Jan Schriever im Förderverein engagiert. 

„Zuletzt habe ich in Asien Literatur studiert und möchte gerne Lehrerin werden“, erzählt die 24-Jährige. Erste Erfahrungen in diesem Beruf sammelt sie derzeit an der Primusschule in Schalksmühle, wo sie Schülergruppe etwas Chinesisch beibringt, und ihre Heimat in Projekten näher vorstellt. 

Weil Zhang bislang kaum Deutsch spricht, erfolgt der Unterricht ausschließlich in Chinesisch mit Erklärungen in Englisch. Häufig in spielerischer Form und lockerer Atmosphäre machen die Schüler begeistert mit, lernen in jeder Stunde eine Menge über die vor einigen Wochen für sie noch unbekannten Vokabeln, Schriftzeichen und Laute.

Erfahrungen als Lehrkraft

Dabei haben sie längst auch alle Hemmungen abgelegt, selbst Chinesisch zu sprechen – auch wenn natürlich noch nicht jeder Satz korrekt ist und auch an der Aussprache gefeilt wird. Für die 24-Jährige sind nicht nur die Erfahrungen als Lehrkraft neu, sie ist auch erstmals in Deutschland. Die Menschen seien meist sehr nett und freundlich. 

„Aber hier ist alles völlig anders als in Asien“, sagt die 24-Jährige sichtlich beeindruckt und teilweise auch überrascht. In ihrer Heimat habe sie bislang nur in Metropolen gelebt, weshalb ihr die Umstellung auf das Sauerland und Schalksmühle anfangs schon schwergefallen sei. „Die Natur hier ist wunderschön, ansonsten ist es aber manchmal ein bisschen langweilig“, sagt Zhang und lacht dabei sympathisch. 

Überhaupt nicht langweilig wird ihr die Arbeit an der Primusschule. „Diese besondere Schulform kenne ich aus meiner Heimat nicht. Die Kinder hier sind selbstständig und aktiv. Das hat mich anfangs wirklich überrascht und war bei der Gestaltung des Unterrichts eine Herausforderung“, sagt die Taiwanesin.

Kommunikation in drei Sprachen 

Herausfordernd ist für die junge Frau häufig auch die Kommunikation in der Gastfamilie oder sonst in der Freizeit.„Ich denke in Chinesisch, höre derzeit viel Deutsch um mich herum und muss Englisch sprechen, da komme ich manchmal durcheinander“, sagt Zhang lachend. Noch größer dürfte das Sprachenwirrwarr für die 24-Jährige in den kommenden zwei Wochen werden. Während der Herbstferien schaut sich Zhang nämlich nicht nur Berlin an, sondern wird auch nach Spanien sowie Paris und Portugal reisen. 

Anschließend geht es für einen Monat noch einmal zurück nach Schalksmühle und damit auch zur Primusschule, wo dann der Chinesischkurs fortgesetzt wird. Etwas Ähnliches kann sich Zhang übrigens auch vorstellen, wenn sie zurück in ihrer Heimat ist: „Die Arbeit macht mir großen Spaß, vielleicht versuche ich auch zukünftig Nicht-Muttersprachlern Chinesisch beizubringen.“

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