Primus-Schule wird zweizügig

SCHALKSMÜHLE -  Die Primus-Schule wird im kommenden Jahr zweizügig beginnen. Diese Entscheidung traf jetzt die Lenkungsgruppe für die neue Schule. Dadurch könnte es sein, dass Schüler abgelehnt werden müssen. Denn: Auf 60 genehmigte Plätze sind 77 Kinder vorangemeldet worden.

Aufgrund der enormen Nachfrage hatte die Gemeinde überlegt, eine Dreizügigkeit zu beantragen. Unter den 77 Anmeldungen für die fünfte Klasse sind 59 Schalksmühler Kinder beziehungsweise Kinder, die eine Schalksmühler Grundschule besuchen.

Die anderen 18 Kinder kommen aus Lüdenscheid und Halver. „Nach der aktuellen Rechtslage werden wir demnach 17 Kinder ablehnen müssen“, sagte die zuständige Fachbereichsleiterin Anja Wolf.

Bei der Entscheidung, keine Dreizügigkeit zu beantragen, spielten mehrere Gründe eine Rolle. „Die Entscheidung des Halveraner Stadtrates, die gegen eine Dreizügigkeit der Primus-Schule gestimmt haben, hat dazu beigetragen“, erklärte Wolf.

Auf der anderen Seite seien die Risiken der demografischen Entwicklung, die Schulentwicklungsplanungen der Nachbarkommunen und nicht zuletzt auch die erheblichen Mehrkosten, die eine dreizügige Primus-Schule zwangsläufig mit sich bringe, bei der Entscheidungsfindung hinreichend berücksichtigt worden. „Hinzu kommt, dass wir mittlerweile mehrfach Hinweise bekommen haben, dass einige der Schalksmühler Anmeldungen möglicherweise nur ‘vorsichtshalber’ vorgenommen wurden und nach Ausgabe der Halbjahreszeugnisse eventuell doch eine andere Schulform gewählt wird“, sagte Anja Wolf. „Das wäre natürlich fatal im Hinblick auf unsere aktuellen Verhandlungen hinsichtlich der Dreizügigkeit.“

Zahlreiche Anrufe und Nachfragen von Eltern hätten Wolf gezeigt, dass in der Elternschaft eine große Unsicherheit darüber bestehe, ob ihre Kinder verbindlich in der Klasse fünf der Primus-Schule aufgenommen werden.

Mit der Errichtung der Primus-Schule wolle die Gemeinde „ein modernes und hochwertiges Bildungsangebot etablieren, bei dem alle Schulabschlüsse der Sekundarstufe I hier vor Ort erreicht werden können“. Insofern hätten die Primus-Verantwortlichen in der vergangenen Woche gemeinsam entschieden, die Schalksmühler Anmeldungen vorrangig zu berücksichtigen.

Anja Wolf: „Das bedeutet, dass alle 59 Kinder aus den Schalksmühler Grundschulen einen sicheren Platz in der Primus-Schule haben werden.“ Welche Kinder von außerhalb aufgenommen werden, entscheidet die Gemeinde nach der verbindlichen Anmeldung im Februar. Leider bleibe zurzeit keine andere Möglichkeit. - mc

Für Donnerstagabend lädt die Gemeinde alle Interessierten zu einer Veranstaltung unter dem Motto „Wir reißen Wände ein – der Raum als dritter Pädagoge“ ein. Das Architekturbüro Fun wird ab 19 Uhr im Pädagogischen Zentrum der künftigen Primus-Schule am Löh die ersten Umbaupläne vorstellen.

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