Primus-Schule: Hinter den Kulissen geht’s weiter

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Anja Wolf, Leiterin des Fachbereichs Bürgerdienste und bei der Gemeinde zuständig für Primus, erarbeitet derzeit mit den Beteiligten der Schule unter anderem die Raumplanung. Für den Unterricht werden auch interaktive Tafeln genutzt.

Schalksmühle - Auch wenn noch einige Fragen offen sind, wie beispielsweise wer demnächst die Leitung der Primus-Schule übernimmt, wird hinter den Kulissen kräftig gearbeitet. Während die Raum- und Umzugsplanungen weiter Form annehmen, arbeiten die künftigen Lehrer der Primus-Schule in einer Arbeitsgruppe bereits an der Auswahl der Materialien und besuchen Schulungen.

Und das, obwohl den meisten Lehrern noch die endgültige schriftliche Zusage der Bezirksregierung Arnsberg fehlt, ob sie nun tatsächlich nach den Sommerferien an der Primus-Schule anfangen. „Alle sind sehr engagiert und treffen sich neben ihrer normalen Lehrtätigkeit abends zwei Mal in der Woche, um zum Beispiel zu besprechen, mit welchen Schulbüchern gearbeitet werden soll oder wie der Stundenplan gestaltet wird“, erklärt Anja Wolf, Leiterin des Fachbereichs Bürgerdienste und bei der Gemeinde zuständig für Primus.

Der Lehrplan der neuen Schule wird an das Konzept einer Gesamtschule angelehnt sein, das bedeutet unter anderem, dass je nach Jahrgang eine gewisse Anzahl an Deutschstunden oder anderen Fächern angeboten werden muss. Die Lehrer, die teilweise von der Grundschule Löh, der Verbundschule und von weiteren Schulen stammen, besuchten zudem eine Schulung zum Umgang mit Material der Montessori-Pädagogik. „Die Lehrkräfte sind voll involviert und haben bereits verschiedene Aufgaben, die über den Unterricht hinaus gehen, untereinander verteilt“, sagt Wolf.

Auch die Planung der Raumaufteilung läuft auf Hochtouren. Durch die Umbaumaßnahmen am Gebäude der Grundschule Löh ziehen sowohl die 120 Primus-Schüler als auch die Grundschüler in das Gebäude der Verbundschule Löh. „Die Größe des Gebäudes ermöglicht es uns, die Schüler auf verschiedene Abschnitte aufzuteilen. Auch wenn die räumlichen Gegebenheiten noch nicht so optimal sind, wie sie später im fertigen Primus-Schulgebäude sein werden, haben wir auch hier schon die Möglichkeit, nach dem pädagogischen Primus-Konzept zu arbeiten“, sagt Wolf.

Dazu werden die Klassenräume, die für die Primus-Schüler vorgesehen sind, frisch gestrichen und erhalten flexible Regalsysteme. Dort werden mit bunten Einschüben zum Beispiel die Materialien für den Unterricht oder die Kleingruppenarbeit untergebracht. „Auch wenn der Platz etwas beengt ist, wird in Kleingruppen gearbeitet, was ja wesentlicher Bestandteil des Primus-Konzeptes ist. Die halbhohen Regale bieten als Raumtrenner außerdem Sichtschutz“, sagt Wolf. Zudem werden die Räume mit interaktiven Tafeln ausgestattet, die auch den Zugriff auf Internetseiten möglich machen. Integriert ist darin auch ein Beamer. Außerdem erhalten die Räume der künftigen fünften Klassen zwei neue internetfähige Computer. „Die Materialien, die wir schon jetzt anschaffen können, kaufen wir auch schon jetzt“, erklärt Wolf.

In den nächsten Wochen wird die Entscheidung fallen, wer die Leitung der Primus-Schule übernimmt. Anja Wolf: „Die Frist läuft am Montag aus. Auf die Entscheidung haben wir keinerlei Einfluss, weil alle Personalfragen über die Bezirksregierung Arnsberg laufen.“

Von Alisa Kannapin

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