Theaterwerkstatt: Ein Mord in den Alpen

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Schauspieler und Regisseur: Rollen übernehmen Claudia Baumann, Uwe Baumann, Andreas Stach, Markus Schwarz, Simone Thewes, Sven Schneider und Frederik Schneider (von links). Regisseur Reinhard Meyer (hintere Reihe, Mitte) freut sich auf die Zusammenarbeit.

Schalksmühle - Wer der Mörder ist, bleibt bis zum Schluss ein wohl gehütetes Geheimnis. Erst in allerletzter Sekunde – überraschend und anders als erwartet – löst sich der Fall auf. Bis dahin dürfen Hobby-Detektive raten, wer am Ende in Robert Thomas’ sorgsam vorbereitete „Falle“ tappt.

Nach dem Kammerspiel „Die 12 Geschworenen“ und Stefan Zweigs berühmter „Schachnovelle“ in der Bühnenfassung von Helmut Peschina führt die Theaterwerkstatt Schalksmühle im November das Kriminalstück „Die Falle“ von Robert Thomas auf. 

„Wir bleiben damit der Tradition treu, völlig unterschiedliche Stücke zu spielen“, erläuterte Regisseur Reinhard Meyer am Montag in der Grundschule Spormecke bei der ersten Leseprobe des Stücks. „Diesmal gibt’s etwas leichtere Kost.“ 

Am Samstag, 3. November, um 18 Uhr ist die Premiere des spannenden, verwirrenden Stücks, das bei Erscheinen 1960 einen derart durchschlagenden Erfolg hatte, dass viele Thomas schon als „Mischung aus Agatha Christie und Alfred Hitchcock“ feierten.

Mit dem neuen Stück kehrt die Theaterwerkstatt an ihre frühere Wirkungsstätte im Pädagogischen Zentrum Löh zurück. Nach der Premiere sind dort weitere Aufführungen am 4., 16., 17. und 18. November geplant. 

Bei der Suche nach einem neuen Stück waren neben der „Falle“ Vorlagen wie das gesellschaftliche Drama „Ein Volksfeind“ von Henrik Ibsen oder die Komödie „Der Trauschein“ von Ephraim Kishon in der engeren Auswahl. Die meisten Pluspunkte konnte letztlich der französische Autor Robert Thomas (1927-1989) mit seinem ersten Krimi, der bislang mehr als 50 000 Mal in vielen Sprachen und Ländern aufgeführt wurde, für sich verbuchen.

Ein Krimi mit sieben Personen 

Neben Reinhard Meyer machten sich Claudia und Uwe Baumann, Simone Thewes und Anke Schneider auf die Suche nach einem neuen, fesselnden Stück. Schauplatz des Sieben-Personen-Krimis ist ein Chalet in den französischen Alpen, in dem ein frischgebackener Ehemann –Daniel Corban – kurz vor einem Nervenzusammenbruch steht.

Andreas Stach schlüpft in die Rolle des völlig gebrochenen Flitterwöchlers, der seine Frau vermisst. Seit zehn Tagen ist seine Angetraute verschwunden und hat seither kein Lebenszeichen von sich gegeben. Daniel weiß nicht, ob sie ihn verlassen hat, ob sie verunglückt oder tot ist. Die polizeiliche Fahndung läuft bereits, als plötzlich der Dorfgeistliche (Markus Schwarz) mit Florence alias Simone Thewes, der vermissten Ehefrau, eintritt. Strahlend verkündet der Abbé: „Ich bringe Ihnen Ihre Frau zurück!“ 

Der fassungslose und entgeisterte Daniel behauptet indes steif und fest: „Diese Frau ist nicht meine Frau!“ 

Spannendes Katz-und-Maus-Spiel 

Ein spannendes Katz-und-Maus-Spiel um Identitäten, Gedächtnisverlust, Verschwörungen und widersprüchliche Zeugenaussagen beginnt. Gift wird verabreicht, ein Schuss fällt, es gibt einen Toten. Was Schein, was Realität ist, bleibt die große Frage.

Fest steht nur, dass einer der Protagonisten falsch spielt. Die große Frage ist nur: wer? Neben Genannten spielen Uwe Baumann als Polizeikommissar, Sven Schneider als Landstreicher und Zeuge, genannt „Der Seehecht“, und Claudia Baumann als Krankenschwester/Zeugin mit. Frederik Schneider mimt einen „sprachlosen“ Polizisten. 

In die Probenarbeit steigen die Mitglieder der Theaterwerkstatt nach den Sommerferien ein. Bis dahin gilt es für sie, Texte zu lernen und sich Gedanken über Bühnenbild, Maske und Kostüme zu machen.

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