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Mark-E im Dialog mit Eigentümern

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Von: Fabian Paffendorf

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Wenn es nach Plänen der Mark-E und der BEG-58 geht, so soll in den kommenden Jahren entlang der A45 auf Schalksmühler Gebiet ein möglichst großer Solarpark entstehen.
Wenn es nach Plänen der Mark-E und der BEG-58 geht, so soll in den kommenden Jahren entlang der A45 auf Schalksmühler Gebiet ein möglichst großer Solarpark entstehen. © Peter Dahm

Die ersten heftigen Reaktionen auf das Planprojekt Solarpark entlang der A45 sind mittlerweile der Gewissheit gewichen, dass nunmehr auf politischer Ebene vorerst nicht viel passieren wird. Aber trotzdem halten potenzieller Investoren weiterhin am Projekt fest.

Schalksmühle – „Seitens der potenziellen Investoren und der Betreiber müssen zuerst verbindliche Interessensbekundungen vorgebracht werden, damit erste Vorüberlegungen angestoßen werden können“, sagt Schalksmühles Bürgermeister Jörg Schönenberg.

Will heißen, dass die im Vorjahr eingebrachte Vorlage für Aufstellungsbeschlüsse zu Änderungen von Flächennutzungs- und Bebauungsplan des für das Projekt vorgesehenen Areals innerhalb der Verwaltung rückblickend nun als Schnellschuss betrachtet wird. Laut Schönenberg sei jedenfalls Fakt, dass eine Photovoltaik-Freiflächenanlage in der Größenordnung, wie sie ursprünglich beschrieben war – nämlich auf rund 45 Hektar Fläche –, kaum realisierbar sei.

Dem entgegen stünden in erster Linie nun mal die Besitzverhältnisse der landwirtschaftlich genutzten Flächen, auf denen in der Theorie gebaut werden müsste. Maximal rund 262 000 Quadratmeter PV-Anlagen mit insgesamt 43 360 Modulen, so wie es zu Beginn noch in der Vorlage hieß, wird es demnach nicht geben, denn dafür müssten alle Grundbesitzer ihr Interesse an einer Verpachtung ihrer Flächen bekunden. Soweit nach jetzigem Stand zu überblicken sei, würde das Ganze viel kleiner und zudem auch nicht zwangsläufig auf durchgängigem Areal umzusetzen sein, wenn es nach Ansicht der Kommunalverwaltung geht. „Außerdem sind Änderungen von Flächennutzungs- und Bebauungsplänen keine Sachen, die mal schnell gemacht sind“, sagt Bürgermeister Schönenberg. Dem voran gingen neben einem langwierigen politischen Entscheidungsprozess auch Bürgeranhörungen sowie die von den Investoren zu finanzierenden Vorprüfungen der Machbarkeit.

Es braucht verbindliche Grundlagen, um Verfahren in Gang zu setzen

Doch um ein solches Verfahren überhaupt in Gang zu setzen, braucht es handfeste Grundlagen – in diesem Fall also verbindliche Interessenbekundungen von Verpachtungen seitens der Bürgerschaft sowie der beiden möglichen Investoren Mark-E und Bürger-Energie-Genossenschaft (BEG-58). Diese müssten der Verwaltung bis Ende Februar vorgelegt werden, damit Ralf Bechtel, der Fachbereichsleiter Technisches Bauamt Schalksmühle, überhaupt eine Beschlussvorlage für die nächste Sitzungsperiode der politischen Gremien vorbereiten könne, damit eine Prüfung zustande komme.

„Wir haben da ganz klare Vorgaben gemacht, die erfüllt werden müssen, damit wir überhaupt den Prozess auf kommunalpolitischer Ebene anstoßen können“, sagt Jörg Schönenberg. Voraussetzung dafür sei in erster Instanz auch, dass sich BEG-58 und die Mark-E darüber einig sein müssten, welchen gemeinsamen Weg man für das Projekt einschlagen wolle.

„Aufgrund der Bedenken wird das Projekt aktuell nur langsam, unter Berücksichtigung der Interessen der Grundstückseigentümer und stets in enger Abstimmung mit der Gemeinde Schalksmühle, vorangetrieben“, heißt es dazu von der Enervie, der Mark-E-Mutter, auf Anfrage. Laut Enervie-Sprecher Andreas Köster bestünden insgesamt weiterhin Bedenken seitens der Flächeneigentümer und anderer Anwohner. Derzeit werde daher aus verschiedenen Richtungen der Dialog mit den Eigentümern fortgesetzt. Unter anderem ginge es dabei um Gespräche um mögliche Erlöse von Verpachtungen. Da noch nicht klar wäre, wie groß die angedachte Anlage werden könnte, kann Mark-E auch noch keine mögliche Investitionssumme nennen. Klar ist allerdings auch, dass Mark-E weiterhin Hand in Hand mit der Bürger-Energie-Genossenschaft den Prozess vorantreiben will. „Beide werden – potenziell auch gemeinsam – als Investoren mit allen Rechten und Pflichten aktiv werden, wenn sich ein Projekt ergibt“, sagt Köster.

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