Geglückter Neustart

Übernahme nach Insolvenz: Geschäftsführer einer Firma im MK äußern sich 

Christoph Nüsken, Adrian Gruhn, Springtec Innology, Dawedeit
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Die neuen Geschäftsführer Christoph Nüsken (r.) und Adrian Gruhn von Springtec Innology ziehen ein erstes positives Fazit.

Gut ein Jahr ist es her, dass die Schalksmühler Firma Dawedeit GmbH in wirtschaftliche Schieflage geriet und einen Insolvenzantrag stellen musste. Doch das Blatt wandte sich für das Unternehmen zum Positiven.

Schalksmühle - Die Rettung für die rund 70 Mitarbeiter, die auf der Produktion von Präzisionsstanzteilen und -werkzeugen spezialisiert sind, kam durch die Übernahme durch die Springtec Group, die neben ihrem Standort in Heidelberg auch in Iserlohn, Halver und Hagen vertreten ist.

Mittlerweile läuft der Betrieb der neu gegründeten Springtec Innology GmbH an der Golsberger Straße seit acht Monaten. Die beiden Geschäftsführer, Christoph Nüsken und Adrian Gruhn, ziehen nun eine „überaus positive Bilanz“ bei der Fortführung der Firma.“ Die Sanierung und Integration in der Gruppe gelinge schneller als geplant. „Unsere hohe Erwartungshaltung an Mitarbeiter und Potenzial des Unternehmens wurde mehr als erfüllt. Trotz der anfangs noch corona-bedingt schwächeren Nachfrage konnten unsere ehrgeizigen Pläne bereits im Sommer erreicht werden“, heißt es in einer Mitteilung der Geschäftsführung an unsere Zeitung.

Ehrgeizige Pläne erreicht

Weiter ist dort zu lesen, dass durch die Belebung der Wirtschaft in allen Branchen ab September, die bereits von der Vorgängergesellschaft eingeholten neuen Projekte und „eine mittlerweile sehr intensive Zusammenarbeit mit den anderen Betrieben der Gruppe“ der Eingang an Aufträgen und der Umsatz mittlerweile „deutlich über Plan“ lägen. „Wir konnten bereits wieder Neueinstellungen in Konstruktion, Werkzeugbau und Fertigung vornehmen. Unser mittelfristiges strategisches Ziel, Springtec Innology innerhalb unserer Unternehmensgruppe zum Kompetenzzentrum für Entwicklung, Konstruktion und Industrialisierung von anspruchsvollen Werkzeug und Fertigungskonzepten zu machen, wird konsequent verfolgt. Zudem trauen wir uns bereits wieder, in die Erweiterung und Modernisierung von Maschinen und Anlagen zu investieren, um damit Wachstum sowie Produktivitätssteigerungen und Qualitätsverbesserungen sicherzustellen.“

Großes Lob an neue Kollegen in Schalksmühle

Ein Lob wollen die beiden Verantwortlichen an die ehemaligen Dawedeit-Mitarbeiter richten: „Wir sind sehr dankbar, dass die neuen Kollegen uns so viel Vertrauensvorschuss entgegengebracht haben und die notwendigen organisatorischen Änderungen mit viel Verständnis und auch Mut akzeptiert haben.

Aus Dawedeit wird Springtec Innology

In 2019 meldete die auf die Konstruktion und den Bau von Werkzeugen spezialisierte Dawedeit GmbH aufgrund einer wirtschaftlichen Schieflage nach knapp 50 Jahren als Familienunternehmen Insolvenz an. Der Insolvenzverwalter verkaufte im Rahmen einer übertragenden Sanierung zum 1. Mai 2020 das Inventar und die Immobilie an der Golsberger Straße an die neu gegründete Springtec Innology GmbH. Der neue Name setzt sich aus Innovation und Technology zusammen und soll für die zukünftige Ausrichtung mit Fokus auf die Elektromobilität stehen. Hinter der Übernahme steckt die Springtec Group, dessen sechs Unternehmen Präzisionsstanzteile, Federn und Drahtbiegeteile produzieren. Die Gruppe baut nach eigenen Angaben an allen Standorten kontinuierlich neue Arbeitsplätze auf, indem man auf eine überdurchschnittlich hohe Ausbildungs- und Investitionsquote setzt. Aktuell erzielen die Betriebe mit rund 350 Mitarbeitern einen Umsatz von über 50 Millionen Euro.

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